USA ziehen letzte verbliebene Mitarbeiter aus dem Jemen ab

Sanaa (APA/AFP) - Wegen der sich verschlechternden Sicherheitslage im Jemen ziehen die USA ihr verbliebenes Botschaftspersonal aus dem Land ...

Sanaa (APA/AFP) - Wegen der sich verschlechternden Sicherheitslage im Jemen ziehen die USA ihr verbliebenes Botschaftspersonal aus dem Land ab. Aus Sicherheitsgründen würden alle Mitarbeiter außer Landes gebracht, erklärte der Sprecher des US-Außenministeriums, Jeff Rathke, am Samstag. Erst kurz zuvor hatten die USA auch ihr Militärpersonal aus dem Jemen abgezogen.

Die Situation in dem arabischen Land, in dem seit Jahren politisches Chaos und Gewalt herrschen, droht seit Anschlägen der sunnitischen Jihadistengruppe Islamischer Staat (IS) auf schiitische Moscheen in der Hauptstadt Sanaa komplett zu eskalieren. Bei den Selbstmordattentaten am Freitag starben mehr als 140 Menschen. Der von den schiitischen Huthi-Milizen aus Sanaa in die Hafenstadt Aden vertriebene Staatschef Abd Rabbo Mansour Hadi warf den Extremisten vor, einen „Krieg gegen das jemenitische Volk“ anzuzetteln.

Die USA hatten ihre Botschaft im Jemen wegen der angespannten Sicherheitslage bereits im Februar geschlossen. Mit der Entscheidung vom Samstag werden nun auch die letzten verbliebenen Mitarbeiter abgezogen. Wegen der eskalierenden Gewalt in dem Land kommt der UN-Sicherheitsrat am Sonntagnachmittag zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen.