Steiermark-Wahlen: Rote und schwarze Verluste im Süden und Westen

Graz (APA) - Die südliche und westliche Steiermark brachte sowohl ÖVP als auch SPÖ teils herbe Verluste: Die Schwarzen büßten in Leibnitz ei...

Graz (APA) - Die südliche und westliche Steiermark brachte sowohl ÖVP als auch SPÖ teils herbe Verluste: Die Schwarzen büßten in Leibnitz ein, die Roten in Köflach. Der Voitsberger Bürgermeister dagegen schaffte den Machterhalt mit knapper Absolute.

Satte Verluste muss die ÖVP in Leibnitz verkraften: In der Bezirkshauptstadt, die mit dem ÖVP-dominierten Kaindorf und Seggauberg fusioniert wurde, verloren die Schwarzen fiktive 17,13 Prozentpunkte und kommen mit 24,11 Prozent nur noch auf acht Mandate. Die SPÖ dagegen konnte mit Bürgermeister Helmut Leitenberger um 4,45 Prozentpunkte zulegen und kratzte mit 49,95 Prozent an der Absoluten. Auch die FPÖ baute ihre Stimmen um 6,63 Prozentpunkte aus und kommt nun mit vier Mandaten auf 12,48 Prozent und den dritten Platz. Die Grünen erhielten auf Anhieb 6,10 Prozent und zwei Mandate.

Im weststeirischen Voitsberg konnte die SPÖ mit Bürgermeister Ernst Meixner ihre Absolute trotz leichter Verluste (minus 1,60 Prozentpunkte) halten und schaffte 51,46 Prozent (2010: 53,06 Prozent). Die ÖVP verlor 4,51 Prozentpunkte und drei Mandate, konnte aber den zweiten Platz vor der FPÖ verteidigen. Die Blauen legten mit plus 10,76 Prozentpunkten kräftig zu und schafften 14,96 Prozent. Sie haben nun vier Mandate - gleich wie die ÖVP. Die Grünen konnten kaum zulegen und blieben bei einem Mandat. Die KPÖ zog mit einem Mandat in den Gemeinderat ein. Die Bürgerliste Voitsberg dagegen verlor zwei Mandate.

Im benachbarten Köflach, in das die Gemeinde Graden eingegliedert wurde, musste die SPÖ fiktive 25,59 Prozentpunkte und die Absolute einbüßen: Die Roten schafften es nur mehr auf 33,88 Prozent, 2010 waren es noch fiktive 59,47 Prozent gewesen. Auch die ÖVP verlor, aber nur marginal von 21,40 auf 20,60 Prozent. Die FPÖ dagegen legte mit 11,55 Prozentpunkte stark zu und kam mit 19,05 Prozent den Schwarzen sehr nahe. Die Grünen und die KPÖ hatten jeweils ein Plus zu verzeichnen und schafften je einen Sitz in der Gemeindestube. Überrascht hat die „Soziale Bürgerbewegung“ mit 16,49 Prozent und fünf Mandaten bei ersten Antreten.