USA prüfen mögliche Verbindung zwischen Texas-Schießerei und IS

Vor einer Ausstellung mit Mohammed-Karikaturen fallen Schüsse, die Polizei erschießt die beiden Angreifer. Hatten die Angreifer womöglich auch den prominenten europäischen Islamkritiker Geert Wilders im Visier?

Die Polizei sperrte den Ort der Schießerei weiträumig ab.
© Reuters/Mike Stone

Garland – Kurz nach einer Rede des niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders haben zwei unbekannte Täter in den USAeine Ausstellung mit Mohammed-Karikaturen attackiert. Die Männer nahmen das Gebäude in einem Vorort von Dallas im US-Bundesstaat Texas am Sonntagabend (Ortszeit) unter Feuer und wurden von Polizisten erschossen, wie US-Medien unter Berufung auf die Behörden berichteten. Ein Wachmann wurde durch einen Schuss in den Knöchel verletzt.

Verbindung zu internationialen Terrorgruppen?

Die Spur des Anschlags führt womöglich zu internationalen radikalen Extremistengruppen wie dem „Islamischen Staat“ (IS). Das FBI und andere US-Behörden gingen davon aus, dass Extremisten im Ausland den Vorfall am Sonntag angestiftet oder gesteuert haben könnten, sagte ein Regierungsvertreter am Montag. Sie prüften, ob es Verbindungen zwischen den beiden von der Polizei erschossenen Angreifern und internationalen Terrorgruppen gebe.

Ein Polizeibeamter informierte die Zuhörer im Saal nach dem Angriff der beiden Bewaffneten.
© Reuters/Mike Stone

Die New Yorker American Freedom Defense Initiative hatte in Garland zu einem Mohammed-Karikaturen-Wettbewerb eingeladen. Die Organisation gilt als extrem rechts und anti-islamisch. Das Gebäude war abgesichert, die rund 200 Besucher mussten Metalldetektoren passieren.

Den Berichten zufolge sprangen die Angreifer gegen 19 Uhr Ortszeit (2 Uhr MESZ am Montag) aus ihrem Auto und schossen auf den Wachmann. Er habe eine oberflächliche Wunde erlitten, berichtet die örtliche Zeitung The Garland Texan im Internet. Nach einer ambulanten Behandlung konnte der Wachmann demnach das Krankenhaus bereits wieder velassen.

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Eine Polizeistreife in der Nähe habe die Schüsse gehört und sei sofort zum Veranstaltungsort gefahren. Die Stadtverwaltung von Garland berichtet auf Facebook, dass die beiden Attentäter beim Schusswechsel mit Polizisten getötet wurden. Mehrere Geschäfte und Einkaufsmärkte geräumt. Bombenexperten untersuchten das Fahrzeug der Attentäter auf Sprengstoff. Bislang machte die Polizei noch keine Angaben zu den Attentätern.

Wilders: „Ein Anschlag auf die Meinungsfreiheit“

Wilders reagierte schockiert. Das sei „ein Anschlag auf die Meinungsfreiheit. Inakzeptabel“, schrieb er am Montag in einer SMS an das niederländische Fernsehen. Er twitterte außerdem ein Foto, das ihn mit schwer bewaffneten Sicherheitskräften zeigt. „Gott sei Dank verhinderten die Helden des SWAT-Teams das Schlimmste“, schrieb er dazu.

Bei dem Karikaturenwettbewerb waren als erster Preis 10.000 Dollar (9.000 Euro) ausgeschrieben. Es habe mehr als 350 Einsendungen gegeben, hieß es. Satirische Abbildungen des Propheten Mohammed werden von vielen Muslimen als extrem beleidigend empfunden.

Am 7. Januar waren in Paris bei einem Anschlag islamistischer Terroristen auf das französische Satiremagazin Charlie Hebdo, das wiederholt Mohammed-Karikaturen veröffentlicht hatte, zwölf Menschen umgekommen. Fünf Wochen später gab es bei einem Angriff auf eine Kulturveranstaltung in Kopenhagen einen Toten und mehrere Verletzte. Die Polizei ging davon aus, dass die Attacke in Kopenhagen dem schwedischen Mohammed-Karikaturisten Lars Vilks galt, der aber unverletzt blieb. (dpa)

Schüsse in Garland, Texas

Stadtverwaltung Garland auf Facebook

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As today’s Muhammad Art Exhibit event at the Curtis Culwell Center was coming to an end, two males drove up to the front... Posted by City of Garland, Texas Government on Sunday, May 3, 2015


Erste Reaktion von Geert Wilders

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Geert Wilders dankt dem SWAT-Team

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