Polizei lobt die Disziplin der Gauder-Fest-Besucher

Zwei Führerscheinentzüge und ca. 20 Organmandate lautet die Bilanz der Polizei. Auch die Rettung spricht von einem ruhigen Fest.

© Dähling

Von Angela Dähling

Zell a. Z. –Die Taxis hatten Hochkonjunktur beim Gaude­r Fest, für Polizei und Rettung war das von mehr als 28.000 Menschen besuchte Frühlingsfest hingegen relativ unspektakulär. Auch wenn das Starkbier bei vielen Festbesuchern seine Wirkung zeigte, hielten sich die Raufereie­n in Grenzen. „Meistens gingen gleich Freunde und Bekannte dazwischen“, weiß Veranstalter Bürgermeister Robert Pramstrahler. Auch die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Rettung und Sicherheitsdienst habe „bestens und auf Augen­höhe“ funktioniert. Das bestätigt auch Andreas Fuchs vom Roten Kreuz. „Es gab keine richtigen Notfälle und kaum Verletzungen durch Raufereien“, sagt er. Platzwunden, die versorgt werden mussten, seien vielmehr durch Stolpern und Stürzen passiert.

Laut Paul Hochmuth vom Bezirkspolizeikommando in Schwaz hat die Polizei gemeinsam mit Innsbrucker Kollegen der Landesverkehrsabteilung knapp über 200 Alkovortests rund um das Gauder Fest durchgeführt. Viermal gab es daraufhin Grund für eine­n Alko­test. „Nach jetzigem Stand gab es zwei Anzeigen, weil die 0,8-Promille-Grenze überschritten worden war“, sagt Hochmuth. Zu den beiden Führerscheinentzügen kamen zwei weitere Anzeige­n, da die beiden Autofahrer zwischen 0,5 und 0,8 Promille Alkohol im Blut hatten.

Etwa 20 Organmandate – unter anderem wegen Geschwindigkeitsübertretungen – runden die Gauder-Bilanz aus verkehrspolizeilicher Sicht ab. Laut Mitteilung der Landesverkehrsabteilung sei das Verhalten der Festbesucher auffallend gut und sehr diszipliniert, was den Alkoholkonsum in Bezug auf das Autofahren anlange.

Zufrieden ist Veranstalter Robert Pramstrahler auch, was den Jugendschutz anbelangt. „Es gab nicht eine Beanstandung. Die am Fest beteiligten Vereine haben sehr darauf geachtet, dass an Jugendliche nichts ausgeschenkt wurde.“ Leider seien aber einige junge Besucher bereits betrunken zum Fest gekommen. Pramstrahler hat bereits ein dickes Heft, was beim nächsten Gauder Fest noch besser laufen könnte und welche Änderung sich heuer bewährt hat. Der Zeller Bürgermeister war als Geschäftsführer der Freizeitpark GmbH, die Veranstalter ist, im Dauereinsatz. „Ich hatte vielleicht fünf Stunden Schlaf am Wochenende. Aber ich stand so unter positivem Strom, dass ich auch nicht müde wurde.“ Den Schlaf hol­e er jetzt einmal nach.

TT-ePaper gratis testen und 2 VIP-Tickets für das Electric Love Festival gewinnen

Electric Love Festival

Kommentieren


Schlagworte