Das kleine Straßen 1x1: Verkehrssicherheitsprogramm für 6.000 Kinder

Wien (APA) - 2.794 Kinder sind 2014 im heimischen Straßenverkehr verletzt worden, acht ums Leben gekommen. Die Zahlen sind zwar seit rund 15...

Wien (APA) - 2.794 Kinder sind 2014 im heimischen Straßenverkehr verletzt worden, acht ums Leben gekommen. Die Zahlen sind zwar seit rund 15 Jahren rückläufig, Handlungsbedarf sehen Experten trotzdem. Verkehrserziehung müsse im Kindergartenalter beginnen, zeigte sich ÖTC-Präsident Werner Kraus bei einem Pressetermin am Montag in Wien überzeugt. ‚Das kleine Straßen 1x1‘ vermittelt dies bundesweit.

Jedes verletzte Kind sei eines zu viel, hieß es. Das kostenlose Verkehrssicherheitsprogramm „Das kleine Straßen 1x1“ vermittelt altersgerecht und spielerisch lebensrettendes Wissen. 2011 startete die Initiative in Salzburg, Ende 2012 folgte gemeinsam mit AUVA und dem Verein „Kinder in Wien“ (KIWI) die Ausweitung auf Wien. Seit dem Vorjahr wird das Programm für Fünf- bis Sechsjährige bundesweit angeboten.

In Zusammenarbeit mit Kindergartenpädagogen sollen die Sprösslinge für Risiken und Gefahren im Straßenverkehr sensibilisiert werden. Ziel ist, sowohl ein Gefühl von Sicherheit als auch für Verkehrsrisiken zu vermitteln. Schritt für Schritt wird beispielsweise das richtige Verhalten auf Gehsteig, Auto oder Straße oder das Überqueren einer Kreuzung besprochen und geübt.

Neben erlebnispädagogischen Ansätzen macht die Vorbildwirkung der Eltern bzw. Erwachsenen einen wichtigen Aspekt der Kompetenzvermittlung aus, erklärten die Experten. Die Aktion „Das kleine Straßen 1x1“ ist auf internationaler Ebene als Teil der Kampagne SaveKidsLives in die UN-Verkehrssicherheitswoche (4. bis 10. Mai 2015) eingebunden. 2010 wurde die UN-Dekade für Verkehrssicherheit ausgerufen (2011 bis 2020), deren Ziel eine Reduktion der Verkehrstoten weltweit von derzeit rund 1,24 Millionen pro Jahr zu verringern - oder zumindest einen Anstieg zu verhindern.

„Das kleine Straßen 1x1“ ist der erste Baustein in der Kinderverkehrserziehung des ÖAMTC. Für Sechs- bis Siebenjährige folgt „Blick & Klick“, dann „Hallo Auto“ von Acht bis Neun und für die Zehn- bis 14-jährigen „Top Rider“.

Der VCÖ verwies dazu am Montag in einer Presseaussendung auf eine aktuelle Analyse, derzufolge im Vorjahr im Schnitt in Österreich alle drei Stunden ein Kind bei einem Verkehrsunfall verletzt wurde. Das Verkehrssystem sei so zu gestalten, dass „Kinder sicher zu Fuß unterwegs sein können“, so Experte Markus Gansterer.

(S E R V I C E - Nähere Informationen unter www.oeamtc.at/verkehrserziehung)


Kommentieren