Einkaufsnacht fixiert: Hoch die Shopping-Beine

Die zweite lange Einkaufsnacht in Innsbruck kann dank eines Tanz-Alternativprogramms doch noch stattfinden. Von der Stadt werden trotz allem noch 50.000 Euro benötigt.

© Thomas Boehm / TT

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck –Zuerst war es die „Lange Nacht des Tanzes.“ Dann folgte die „Die Lange Nacht des Tanzes mit Shoppen“. Seit gestern ist es schlicht eine Shopping Night mit dem Motto „Ganz Innsbruck tanzt“. Es war eine schwere Geburt, bis diese Einkaufsnacht am 26. Juni in Innsbruck auf der Welt war. Nicht zu verwechseln mit der „shopping@night“, die vom Stadtmarketing seit Jahren im Herbst umgesetzt wird.

„Sie wird stattfinden.“ Mit diesen – für den Handels­standort Innsbruck wohl erlösenden – Worten eröffnete gestern Innenstadtvereins-Obmann Thomas Hudovernik die Pressekonferenz. An seiner Seite hatten Vertreter der Kleinhändler und fast aller Einkaufszentren Platz genommen: Sillpark, Dez, Kaufhaus Tyrol und RathausGalerien. Nach einer kurzen Nachdenkpause „ziehen alle an einem Strang und es wird eine künstlerisch gehaltvolle Veranstaltung“ geben, sagt­e Hudovernik. Und zwar verteilt über das Stadtgebiet (sieh­e Faktbox) bis 23 Uhr.

Wie berichtet, sollte die lang­e Einkaufsnacht nur Beiwerk zum kulturellen Programm des am 26. Juni vom Tag in die Nacht ausgedehnten öffentlichen Tanzprogramms der Tanzsommer GmbH sein. Nach Differenzen mit der freien Tanzszene und finanziellen Diskrepanzen mit der Stadt warf Tanzsommer-Chef Josef Resch aber das Handtuch. Kurzzeitig stand die Tanz-Einkaufsnacht ohne Rahmenprogramm da – selbiges war aber Grundlage für die Verordnung von LH Günther Platter zur Verlängerung der Ladenöffnungszeiten.

Laut Auskunft Hudoverniks sei das neue künstlerische Tanz-Programm mit dem Land bereits akkordiert: „Der Verordnungstext passt haargenau. Das haben wir abgeklärt.“ Aus dem Büro von LH Platter wird dies bestätigt.

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Finanziell habe man weiter das Land und der TVB mit im Boot. Über die genaue Höhe des Einkaufsnacht-Budgets schwieg sich die Runde gestern aus. Offiziell hieß es nur, es sei weniger als beim ersten Versuch mit dem Tanzsommer, aber auch nicht weit davon entfernt. Zur Erinnerung: Die ARGE Tanzsommer/Innenstadtverein hatte der Stadt damals ein Finanzierungskonzept vorgelegt, das Gesamtkosten von 195.000 Euro auswies. Hudovernik erklärte, dass die „finanziell­e Absicherung gegeben“ sei. Bei der Stadt habe man trotzdem um eine Subvention in der Höhe von 50.000 Euro angesucht. Erst unlängst hatte der Gemeinderat einen Beschluss über einen Zuschuss von 20.000 Euro vertagt. BM Christine Oppitz-Plörer sagte gestern, sie begrüße die Initiative der Kaufleute. Ob die Stadt aber den geforderten Betrag in voller Höhe zahlen werde, ließ sie offen.

Die Kaufleute betonten, dies­e Einkaufsnacht als zweit­e in der Stadt etablieren zu wollen.


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