Daniele Watts muss sich für Rassismusvorwurf entschuldigen

Hollywood (APA/AFP) - Die US-Schauspielerin Daniele Watts muss sich bei drei Polizisten aus Los Angeles entschuldigen, denen sie nach ihrer ...

Hollywood (APA/AFP) - Die US-Schauspielerin Daniele Watts muss sich bei drei Polizisten aus Los Angeles entschuldigen, denen sie nach ihrer kurzzeitigen Festnahme im vergangenen September rassistisches Verhalten vorgeworfen hatte. Im Prozess um angeblichen Sex in der Öffentlichkeit verurteilte ein Gericht in Los Angeles Watts und ihren Freund Brian James Lucas am Montag zudem wegen „öffentlicher Ruhestörung“.

Sie müssen 40 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Da das Paar das Urteil annahm, ließ das Gericht den schwerer wiegenden Vorwurf des „unzüchtigen Verhaltens“ in der Öffentlichkeit fallen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Die unter anderem aus dem Film „Django Unchained“ bekannte schwarze Schauspielerin war im September im Nobelviertel Studio City kurzzeitig festgenommen und in Handschellen abgeführt worden, nachdem ein Anrufer sich bei der Polizei über ein Paar beschwert hatte, das angeblich in seinem Wagen bei geöffneter Tür Sex hatte. Auf ihrer Facebook-Seite beschwerte sich die 29-Jährige anschließend über das rassistische Verhalten der Polizisten; Lucas erklärte, die Beamten hätten seine Freundin möglicherweise für eine Prostituierte gehalten, weil sie einem weißen Mann „ihre Zuneigung“ gezeigt habe. Beide versicherten, sich nicht ungebührlich verhalten zu haben. Eine von der Polizei veröffentlichte Tonaufnahme zu dem Vorfall gab aber keinen Hinweis auf ein diskriminierendes Verhalten der Beamten.

Nach ersten Ermittlungen hatte die Polizei den Fall zunächst eingestellt. Erst nach der Veröffentlichung von Videos und Fotos im Internet - darunter durch die Promi-Website Z - nahm sie die Ermittlungen wieder auf und brachte das Paar vor Gericht. Der Schauspielerin und ihrem Freund hätten bei einer Verurteilung wegen unzüchtigen Verhaltens bis zu sechs Monate Haft und eine Geldstrafe von 1.000 Dollar (knapp 900 Euro) gedroht.


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