Deutscher Bahnstreik - Dotierung der GDL-Streikkasse geheim

Berlin (APA/dpa) - Wie gut die Streikkasse der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) gefüllt ist, bleibt deren Geheimnis. Wie viel Ge...

Berlin (APA/dpa) - Wie gut die Streikkasse der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) gefüllt ist, bleibt deren Geheimnis. Wie viel Geld daraus an die Mitglieder fließt, lässt sich schätzen. An einem Streiktag waren nach GDL-Angaben zuletzt etwa 3.000 Mitglieder im Ausstand. Pro Streiktag erhält jedes Mitglied nach einem GDL-Beschluss aus dem vorigen Dezember 75 Euro Streikgeld von der Gewerkschaft.

Damit dürften aus der Kasse an jedem Tag des Arbeitskampfes rund 225.000 Euro an die Teilnehmer ausgezahlt werden.

Das Streikgeld fließt laut GDL direkt von einem Konto der Gewerkschaft an die Mitglieder. Die Gewerkschaft kann aber einen Zuschuss vom Beamtenbund (DBB) bekommen. Dazu muss sie einen Antrag an den Vorstand der DBB-Bundestarifkommission stellen und zwar für jede Etappe ihres Arbeitskampfes neu.

Die Streikgeld-Unterstützungsordnung sehe maximal einen Betrag von 50 Euro vor, hatte der Vorsitzende des Beamtenbundes, Klaus Dauderstädt, beim GDL-Streik im November gesagt. „Wir zahlen 10 Euro für die ausgefallene Stunde, die der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer abzieht, maximal für fünf Stunden an einem Tag“, fügte er hinzu.

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~ WEB http://www.deutschebahn.com/de/ ~ APA255 2015-05-05/12:16


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