Energieberater wechselt zur Energie Tirol

Von Peter Nindler...

Stephan Oblasser.
© Land Tirol

Von Peter Nindler

Innsbruck –Beim Landesenergieversorger Tiwag war Stephan Oblasser schon seit Jahren ein ungeliebtes Kind. Seit 2007 ist er jedoch Energiebeauftragter des Landes, die Landesregierung refundierte bisher rund 80 Prozent seines Gehalts . Und das wird trotz Oblassers fristloser Kündigung beim Energiekonzern auch weiterhin der Fall sein.

Im Zusammenhang mit seiner Nicht-Berücksichtigung für das Hearing bei der Besetzung des dritten Vorstandspostens der Tiwag wandte er sich an die betreffende Personalauswahlagentur und forderte eine nähere Begründung dafür, warum er das gesuchte Profil nicht in allen wesentlichen Punkten erfülle. Offen kritisierte Oblasser die Vorgangsweise im Auswahlverfahren. Für eine Antwort setzte Oblasser eine Frist und drohte mit medialen Schritten. Adressaten seines Schreibens waren auch Regierungsmitglieder, Klubchefs von ÖVP und Grünen sowie die Aufsichtsräte in der Tiwag.

Tiwag-Chef Bruno Wallnöfer sah darin einen irreversiblen Vertrauensverlust und feuerte Oblasser fristlos. Der kündigte rechtliche Schritte an. Unabhängig davon hat der gebürtige Osttiroler seit gestern einen neuen Job. Sein Arbeitgeber ist künftig der gemeinnützige Verein Energie Tirol, die unabhängige Beratungsstelle des Landes Tirol. Das hat die Landesregierung am Dienstag beschlossen. Dienstzugeteilt bleibt Oblasser aber dem Land als Energieberater, sein Einkommen wird wie bisher refundiert – ab jetzt der Energie Tirol.


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