Tillmann Fuchs soll NÖ Landesrat werden

St. Pölten (APA) - Knapp drei Wochen nach dem Rücktritt von Elisabeth Kaufmann-Bruckberger (Team NÖ) ist Tillmann Fuchs am Dienstag zu ihrem...

St. Pölten (APA) - Knapp drei Wochen nach dem Rücktritt von Elisabeth Kaufmann-Bruckberger (Team NÖ) ist Tillmann Fuchs am Dienstag zu ihrem Nachfolger als NÖ Landesrat nominiert worden. Die Entscheidung war laut Klubobmann Ernest Gabmann nach internen Gesprächen mit überwiegender Mehrheit im Landtagsklub gefallen. Ein entsprechender Wahlvorschlag soll nun in der Landtagssitzung am 21. Mai zur Abstimmung kommen.

„Ich kenne Tillmann Fuchs vom Nationalrats- und vom Landtagswahlkampf. Er ist mir in guter Erinnerung geblieben und war mein Wunschkandidat“, erläuterte Gabmann gegenüber der APA. Rund 50 Personen hätten sich um die frei gewordene Position des Landesrats beworben bzw. seien aktiv vom Klub angesprochen worden.

„Ich bin gefragt worden“, ließ Fuchs wissen. Es sei eine „interessante Tätigkeit, in einem Regierungsteam zu arbeiten“, nannte der 50-Jährige einen seiner Beweggründe, diese Position anzunehmen. Zudem bezeichnete er sich selbst als „politisch interessierter Mensch“. Gleichzeitig betonte der Sohn des bekannten Malers Ernst Fuchs, dass er „parteifrei“ sei: „Ich war nie Parteimitglied.“

Trotzdem war er bei der Nationalratswahl 2013 Wahlkampfleiter des Team Stronach. Er kandidierte auch auf der Team Stronach-Liste, den Einzug ins Parlament schaffte er aber nicht. Zuvor war Fuchs u.a. Geschäftsführer des Privat-TV-Senders ATV und in verschiedenen Unternehmen von Frank Stronach tätig. Kurz nach der Nationalratswahl beendete er seine Tätigkeit für Stronachs Partei. Fuchs wird auch ein guter Draht zum Team Stronach-Anwalt Michael Krüger nachgesagt. Letzterer war einst als Rechtsvertreter von ATV tätig.

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„Meine Intention ist es, mitzuhelfen aus dem Landtagsklub wieder ein Team zu schmieden“, sagte Fuchs. Er werde sich mit „vollem Einsatz“ seiner neuen Aufgabe widmen.

„Um Schaden vom Land NÖ und von meinem Tätigkeitsbereich abzuwenden“, hatte Kaufmann-Bruckberger am 16. April ihren Rücktritt bekannt gegeben. Sie wolle, dass die Vorfälle rund um den Kärntner Seenkauf „lückenlos aufgeklärt werden“.


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