Bundesheer - Airchief: Pilotenausbildung mit NATO-Staaten vorstellbar

Wien (APA) - Der Chef der österreichischen Luftstreitkräfte, Brigadier Karl Gruber, kann sich eine gemeinsame Ausbildung für die Eurofighter...

Wien (APA) - Der Chef der österreichischen Luftstreitkräfte, Brigadier Karl Gruber, kann sich eine gemeinsame Ausbildung für die Eurofighter-Piloten mit benachbarten NATO-Ländern vorstellen. „Langfristig gesehen wäre es wirtschaftlicher, wenn sich drei, vier Staaten für gemeinsame internationale Ausbildungszentren zusammentun“, sagte er gegenüber dem „Standard“ (Mittwoch-Ausgabe).

Er sei gerade in Gesprächen mit Ungarns Luftwaffenchef über die Pilotenausbildung, erklärte Gruber. „Im Austausch mit den Kollegen in den anderen europäischen Staaten zeichnen sich bei fast allen dieselben Probleme ab: kaum Budget für die Luftstreitkräfte, veraltete Flotten, aber eine nach wie vor teure Ausbildung für die Piloten.“ Langfristig wäre es wirtschaftlicher, wenn sich mehrere Staaten für gemeinsame internationale Ausbildungszentren zusammentun, glaubt der Airchief.

Gefragt, ob Österreich als neutraler Staat mit NATO-Staaten kooperieren solle, meinte Gruber: „Unsere Neutralität ist bei gemeinsamer Ausbildung kein Problem, solange wir dabei nicht planen, in gemeinsame Kampfeinsätze zu gehen.“ Jetzt koste die gesamte Schulung für einen Eurofighter-Piloten vom Anfang bis zum Ende bis zu sechs Mio. Euro, bei einem gemeinsamen Pool könnte man einerseits auf modernere Trainingseinrichtungen zurückgreifen, andererseits ein Drittel der Kosten für die Ausbildung einsparen, betonte Gruber.

Demnächst soll übrigens auch die Entscheidung fallen, ob die Flugshow Airpower in Zeltweg künftig in noch größeren Intervallen als alle zwei Jahre stattfindet oder gar nicht mehr. „Natürlich könnte man die Flugshow als Werbeveranstaltung streichen“, meinte er, gab aber gleichzeitig zu bedenken, „dass diese Veranstaltung bisher auch guten Übungscharakter für uns hatte“.


Kommentieren