Großalarm in Klagenfurt - „Bombe“ entpuppte sich als Rauchkörper

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~ --------------------------------------------------------------------- KORREKTUR-HINWEIS In APA619 vom 05.05.2015 muss es im zweiten Absatz im letzten Satz richtig heißen: fünf Jahre später (nicht: 15 Jahre später). --------------------------------------------------------------------- ~ Klagenfurt (APA) - Bei der Klagenfurter Polizei hat es am Dienstag am frühen Abend Großalarm gegeben. Im Stadtteil Fischl hatte ein Anrainer bei einer Müllinsel einen verdächtigen Gegenstand entdeckt und die Polizei verständigt. Da der Sprengstoffhund angeschlagen hatte, wurde das Entschärfungskommando aus Wien angefordert. Am Abend konnte Entwarnung gegeben werden.

Neben einer Mülltonne stand nach Angaben von Polizeisprecher Rainer Dionisio ein Sack mit einem oder mehreren Plastikrohren. Die Polizei sperrte das Areal großräumig ab und forderte die eigens ausgebildeten Sprengstoffexperten an. Diese konnten den Gegenstand nicht einwandfrei einordnen, und als auch noch der Hund anschlug, wollte niemand mehr ein Risiko eingehen. Zu präsent ist bei der Kärntner Polizei die Geschichte des Polizisten Theo Kelz, der 1994 vor der Renner-Schule eine scharfe Rohrbombe gefunden hatte und diese ihm in den Händen explodiert war. Kelz verlor beide Hände, fünf Jahre später erhielt er in einer aufsehenerregenden Transplantation zwei neue Hände, die heute noch funktionieren.

Das Entschärfungskommando aus Wien wurde mit dem Hubschrauber eingeflogen, die Spezialisten untersuchten den Gegenstand mit einem Sprengstoff-Roboter. Dabei stellte sich heraus, dass sich in dem Rohr vier Rauchkörper befanden. Ob sie gebrauchsfähig waren, stand vorerst nicht fest. Wenn diese Rauchkörper gezündet werden, gibt es laut Polizei eine Stichflamme, zudem ist der Rauch giftig. Bombe oder Sprengfalle war es jedenfalls keine. Hinweise auf eine Person, die den Sack mit dem Rohr dort deponiert hatte, gab es am Abend noch keine.


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