Interessiert am Thema, aber nicht an Drogen

Die Suchtberatung Tirol war zu Besuch im Meinhardinum in Stams. Die Schüler erhielten einen Einblick in Sucht und deren Entstehung.

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Von Agnes Dorn

Stams –Suchterkrankung kann so gut wie jeden treffen und ist keineswegs auf so genannte Randgruppen beschränkt. Grund genug für die Suchtberatung Tirol, auch in den Schulen Aufklärungsarbeit zu leisten. So auch im Meinhardinum Stift Stams, wo vor Kurzem Alexandra Pümpel, eine Expertin der Suchtberatung, in den vierten Klassen des Gymnasiums einen Vortrag über Sucht und Suchtentstehung, Jugendschutz, Suchtmittelgesetz sowie das Angebot der Beratungsstellen hielt.

Dass der Verein der Suchtberatung sich dem Thema der illegalen, der Verein BIN dagegen dem der legalen Süchte verschrieben hat, „hat keineswegs mit der unterschiedlichen Gefährlichkeit der Substanzen zu tun“, betont Pümpel. Denn wenn Alkohol heute auf den Markt käme, wäre er „aufgrund seiner Gefährlichkeit morgen schon verboten“. Auch der allerorts weit verbreitete Energiedrink ist bei Weitem nicht so harmlos wie oftmals angenommen und selbst vom Hustensaft geht durch das darin enthaltene Kodein ein nicht zu unterschätzendes Suchtpotenzial aus.

Doch noch lange vor Heroin, Kokain und Alkohol ist die wohl gefährlichste Droge, die derzeit am Tiroler Markt erhältlich ist, das so genannte Crystal Meth, das über Reutte auch ins gar nicht so unberührte Oberland gelangt, schildert Pümpel.

Doch die Schüler zeigten sich beim Vortrag der Suchtexpertin recht selbstbewusst und scheinen gegenüber der „Coolness“ von Drogen recht gefeit. Denn dass man rauche, um dazuzugehören, haben sie schon durchschaut und auch der neue Hit der E-Zigaretten scheint sie nicht zu interessieren. Die Schüler der jeweils 8. Schulstufe seien „generell sehr aufgeschlossen gegenüber den Vorträgen“ und würden „die Dinge auch sehr kritisch hinterfragen“, betont die Suchtexpertin, die neben der Prävention in den Schulen vor allem für die Suchtberatungen in Imst und Landeck zuständig und telefonisch unter 05412/62807-20 in Imst und unter 05442/62990 in Landeck zu erreichen ist.

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Die Vorträge im Meinhardinum gehören zu jenen hundert Klasseneinsätzen, die seit 2007 jährlich in Zusammenarbeit mit der Polizei an den Tiroler Schulen durchgeführt werden und so bereits 20.000 Schüler erreicht haben.

Nähere Information zu den Angeboten der Suchtberatung finden sich auch im Internet unter www.verein-suchtberatung.at.


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