Zürcher Börse schließt mit klaren Kursverlusten

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Mittwoch nach einem schwankungsanfälligen Verlauf mit klaren Verlusten be...

Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Mittwoch nach einem schwankungsanfälligen Verlauf mit klaren Verlusten beendet. Nach einer bereits schwachen Eröffnung erholte sich der Leitindex SMI bis Mittag etwas, gestützt durch einen besser als erwarteten Einkaufsmanagerindex in der Eurozone.

Im Verlauf des Nachmittagshandels wurden die Verluste dann nochmals deutlich ausgebaut, ausgelöst von einer schwächeren US-Börse. Belastet wurde die Stimmung durch niedriger als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten des privaten Dienstleisters ADP, welcher als wichtiger Indikator für die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten gilt, die kommenden Freitag publiziert werden. Zudem war in den USA die Produktivität der Unternehmen zu Jahresbeginn zurückgegangen. Bei den Einzeltiteln belasteten vor allem größere Abgaben bei den Index-Schwergewichten und Gewinnmitnahmen bei UBS den SMI.

Der Swiss Market Index (SMI) verlor 1,5 Prozent auf 8.888,92 Punkte. Der 30 Titel umfassende, in der Titelgewichtung gekappte Swiss Leader Index (SLI) sank um 1,48 Prozent auf 1.332,85 und der marktbreite Swiss Performance Index (SPI) um 1,41 Prozent auf 9.046,05 Stellen. Von den 30 wichtigsten Aktien schlossen 29 im Minus, lediglich Bâloise verzeichneten am Ende einen Kurszuwachs.

Nach Zahlen standen Swisscom (-1,0 Prozent) im Fokus. Das Telekom-Unternehmen hatte zwar mit dem Quartalsergebnis die Erwartungen größtenteils übertroffen und die finanziellen Zielsetzungen für das laufende Geschäftsjahr bestätigt. Nach den jüngsten Kursanstiegen wurden aber Gewinne mitgenommen.

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Auf den SMI drückten indessen vor allem die Einbußen bei den Index-Schwergewichten, nachdem bereits am Vortag Abgaben eingesetzt hatten. So verloren Novartis und Nestle jeweils 1,5 Prozent, während Roche gar 1,7 Prozent verloren. Die Gewinnmitnahmen in den am Vortag nach Zahlen stark gesuchten Bankentiteln UBS (-2,6 Prozent) belasteten den SMI zusätzlich.

Die größten Kurseinbußen unter den SMI-/SLI-Titel verzeichneten Lonza (-3,7 Prozent); die Titel gewannen dieses Jahr bis am Vorabend 19 Prozent und litten nun ebenfalls unter Gewinnmitnahmen. Auch andere Aktien, vor allem konjunktursensitive, fielen durch größere Verluste auf, so Sika und Galenica (je -3,0 Prozent), Julius Bär (-2,8 Prozent), Actelion (-2,7 Prozent) oder Holcim (-2,5 Prozent). Bei Actelion hatte Kepler Cheuvreux die Titel auf „Hold“ rückgestuft.

Einzig Bâloise (+1,0 Prozent auf 116,70 Schweizer Franken) konnten sich dem Abwärtssog entziehen. Die Versicherungstitel profitierten von einer Neueinstufung durch die Berenberg-Experten. Diese haben ihre Empfehlung für die Titel auf „Buy“ erhöht und nennen ein Kursziel von 130 Franken. Darüber hinaus stützten gute Zahlen des deutschen Mitbewerbers Allianz, hieß es im Markt.

Im schwachen Umfeld zeigten Sonova, Swiss Life und die Aktien des Warenprüf-Konzerns SGS (-0,1 Prozent) weniger starke Abgaben als der Gesamtmarkt. Letztere wurden laut Experten von guten Quartalszahlen des Mitbewerbers Bureau Veritas gestützt.

~ ISIN CH0009980894 ~ APA568 2015-05-06/18:30


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