Börse London schließt gut behauptet

London (APA) - Der Londoner Aktienmarkt hat am Mittwoch in einem uneinheitlichen internationalen Umfeld wenig verändert tendiert. Der FT-SE-...

London (APA) - Der Londoner Aktienmarkt hat am Mittwoch in einem uneinheitlichen internationalen Umfeld wenig verändert tendiert. Der FT-SE-100 Index schloss bei 6.933,74 Punkten und mit einem kleinen Plus von 0,09 Prozent. Unter den im Leitindex gelisteten Titeln standen sich 48 Gewinner und 49 Verlierer gegenüber. Vier Titel zeigten sich unverändert.

Am Nachmittag trübten enttäuschende US-Konjunkturdaten das Sentiment etwas ein. So lag der ADP-Beschäftigungsbericht unter den Erwartungen der Experten. Zudem war in den USA die Produktivität der Unternehmen zu Jahresbeginn zurückgegangen.

Die Stimmung der britischen Dienstleister hat sich im April hingegen weiter verbessert. Der Einkaufsmanagerindex stieg um 0,6 Punkte auf 59,5 Zähler, wie das Forschungsunternehmen Markit mitteilte. Das ist der höchste Stand seit acht Monaten. Bankvolkswirte hatten dagegen eine Stimmungseintrübung erwartet.

Befürchtungen, dass die Wirtschaft angesichts hoher Nervosität vor der Parlamentswahl an Schwung verlieren könnte, seien gedämpft worden, kommentierte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. Im Gegensatz zur Dienstleisterstimmung hatten sich die Indikatoren für die Industrie und den Bausektor zuletzt deutlich eingetrübt. Einige Beobachter hatten dies auf die an diesem Donnerstag stattfindenden Unterhauswahlen zurückgeführt. Umfragen deuten auf einen knappen Wahlausgang mit unklaren Mehrheitsverhältnissen hin.

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Unter den Einzelwerten büßten Titel von Sainsbury deutlich um 3,16 Prozent ein. Im Preiskampf mit den deutschen Diskontern Aldi und Lidl rutscht der britische Supermarktriese in die Verlustzone ab. Zum ersten Mal seit zehn Jahren meldete das Unternehmen am Mittwoch für das abgelaufene Geschäftsjahr 2014/15 einen Nettoverlust von rund 166 Mio. Pfund (225,85 Mio. Euro).

Hingegen konnten GlaxoSmithKline knapp ein Prozent zulegen. Schrumpfende Gewinne bringen den Chef des größten britischen Pharmakonzerns weiter in Bedrängnis. Mit einem positiven mittelfristigen Ausblick für seinen Konzern versucht Andrew Witty den Kopf vorerst aus der Schlinge zu ziehen. Im ersten Quartal musste der Konzernchef einen Rückgang beim Kerngewinn je Aktie um 18 Prozent auf 17,3 Pence einräumen. Im kommenden Jahr soll der Wert währungsbereinigt allerdings wieder zweistellig steigen. Die jährliche Dividende soll über drei Jahre stabil bei 80 Pence bleiben. Der Umsatz stagnierte im ersten Quartal bei 5,6 Milliarden britischen Pfund.

Der Lebensversicherer Prudential hat beim Neugeschäft zu Jahresbeginn trotz deutlicher Zuwächse in Asien weniger Gewinn eingefahren. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank der Neugeschäftsgewinn um sechs Prozent auf 496 Millionen britische Pfund, wie das Unternehmen mitteilte. In Asien warf das Geschäft zwar 22 Prozent mehr ab, doch in den USA und Großbritannien verbuchte Prudential teils deutliche Rückgänge. Die Aktien reagierten mit minus 0,99 Prozent.

~ ISIN GB0001383545 ~ APA572 2015-05-06/18:40


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