Einigung über Honorare für Freie Journalisten

Wien (APA) - Zeitungsverleger und Gewerkschaft haben sich sowohl auf eine Erhöhung der Texthonorare für Freie Journalisten als auch auf die ...

Wien (APA) - Zeitungsverleger und Gewerkschaft haben sich sowohl auf eine Erhöhung der Texthonorare für Freie Journalisten als auch auf die diesjährige KV-Erhöhung für angestellte Redakteure geeinigt, teilten beide Seiten am Donnerstag mit. Die Kollektivvertragsgehälter steigen demnach um zwei Prozent (ein Prozent für Altverträge), die Honorare bis 2016 auf 35,90 Euro pro 1.000 Anschläge.

Die Honorare für die Freien hatten zuletzt für schlechte Stimmung zwischen Journalistengewerkschaft und Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) gesorgt. Nun hat man sich auf eine stufenweise Anhebung geeinigt: Mit Juni 2015 gibt es statt wie bisher 34,50 Euro für 1.000 Anschläge 35,55 Euro, ab Anfang 2016 dann 35,90 Euro.

Die Journalistengehälter werden mit 1. Juni 2015 um zwei Prozent erhöht, das gilt aber nur für jene im neuen Journalisten-KV. Denn bei den zahlreichen Altverträgen wird die KV-Erhöhung so lange nur zur Hälfte umgesetzt, bis das frühere 15. Monatsgehalt „abgeschmolzen“ ist. Ihre Gehälter steigen also nur um ein Prozent.

VÖZ-Verhandler Wolfgang Bergmann sah im Verhandlungsergebnis einen fairen Kompromiss. Man habe einen Abschluss gefunden, der eine Tariferhöhung für Journalisten über der Inflation ermögliche und zugleich den Medienstandort „nicht unverhältnismäßig“ belaste, wurde er in einer Aussendung zitiert. Der oberste Journalistengewerkschafter Franz C. Bauer freute sich über einen „Reallohnzuwachs“ für die Branche, die Gewerkschaft verfolge zudem weiterhin ihr Ziel, sich besonders für die „Freien“ einzusetzen.

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