Europas Leitbörsen zur Eröffnung fester erwartet

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Vor dem wichtigen US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag herrscht am Freitag gespannte Ruhe auf den europäis...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Vor dem wichtigen US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag herrscht am Freitag gespannte Ruhe auf den europäischen Aktienmärkten. Nach einer schwankungsreichen, aber unterm Strich kaum bewegenden Woche signalisiert der Future auf den Euro-Stoxx-50 einen um 0,40 Prozent festeren Start.

Der X-DAX als Indikator für den DAX deutete einen um 0,45 Prozent festeren Beginn an. Deutsche Wirtschaftsdaten und der Ausgang der Wahl in Großbritannien gaben kaum Impulse.

Der beschleunigte Kurseinbruch am Anleihemarkt samt einer weiteren Festigung des Euro hatten den deutschen Leitindex tags zuvor zunächst auf das Niveau von Februar zurückgeworfen. Dann gelang jedoch die Wende: Anleihen erholten sich massiv und schlossen erstmals seit acht Tagen wieder im Plus. Gut für den Aktienmarkt, denn sinkende Anleihekurse bedeuten steigende Renditen. Und dies macht Aktien für Anleger weniger attraktiv.

Auch der Euro wertete wieder etwas ab. Dies ist für den Aktienmarkt ebenfalls positiv, da ein stärkerer Euro die Gewinnentwicklung exportorientierter Firmen bremst, weil deren Produkte im Ausland teurer werden. Zudem verleitet ein stärkerer Euro ausländische Anleger zu Gewinnmitnahmen.

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Analyst Ric Spooner vom Broker CMC Markets rät daher, gerade auch die Reaktion des Anleihemarkts auf den US-Arbeitsmarktbericht genau im Blick zu behalten. Der Markt rechne gerade nach den Signalen vom Vortag mit einer Erholung der US-Jobdaten. Aber auch eine deutliche Abweichung nach unten könnte stützen, weil dann die Käufer wieder die Oberhand am Anleihemarkt übernehmen dürften - im Vertrauen auf eine weiter verzögerte Zinswende in den USA.

Die Berichtssaison nimmt nach der jüngsten Flut von Quartalszahlen eine Auszeit. Statt dessen rückt eine Milliardenofferte in der Chemiebranche in den Fokus: Der US-Argrarchemiekonzern Monsanto hat nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg eine 45 Milliarden Dollar hohe Offerte für den Schweizer Konkurrenten Syngenta auf den Tisch gelegt.

Einen direkten Wettbewerber in Deutschland im Bereich Pflanzenschutz gebe es zwar nicht, sagte ein Händler. Die hohe Offerte dürfte aber positiv auf die gesamte Branche abstrahlen. BASF werde bereits als möglicher Käufer von Konzernteilen genannt, die Wettbewerbsauflagen im Zuge einer Fusion zum Opfer fallen könnten.

Aktien von Jungheinrich reagierten vorbörslich positiv auf die Bilanzvorlage. Der Staplerhersteller setzte seinen Wachstumskurs im ersten Quartal fort.

Zahlreiche Unternehmen schütten vor dem Wochenende ihre Dividende aus. Darunter sind Adidas, die optisch entsprechend deutlich zurückfielen.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA076 2015-05-08/08:46


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