Tiroler Notärzte sind Klassenbeste

Innsbruck – Als einziges Zentrum außerhalb Deutschlands wird der Notarztstützpunkt der Klinik Innsbruck seit zwei Jahren im Rahmen des Deuts...

Symbolbild.
© APA

Innsbruck –Als einziges Zentrum außerhalb Deutschlands wird der Notarztstützpunkt der Klinik Innsbruck seit zwei Jahren im Rahmen des Deutschen Reanimationsregisters (GRR) mituntersucht. Mit grandiosem Erfolg: Bei verschiedensten Parametern, darunter dem wesentlichsten, dem Überleben der Patienten, liegen die Innsbrucker vor den 111 deutschen Einrichtungen.

Laut GRR haben die Notärzte des Klinik-Stützpunkts im Jahr 2014 119 Reanimationen durchgeführt. 35 Prozent der Patienten haben das Ereignis überlebt (der Durchschnitt bei den untersuchten 111 Stützpunkten liegt bei 12 Prozent). 21 Prozent der Patienten verließen das Krankenhaus lebend. Hier liegt der Durchschnitt bei 6 Prozent.

Die Datensammlung stellt auch der Tiroler Bevölkerung ein gutes Zeugnis aus. In über 50 Prozent der Notfälle wurde von Laien bereits mit der Reanimation begonnen. Der Durchschnitt liegt bei nur 30 Prozent. In 36 Prozent der Reanimationen wurden die Ersthelfer durch die Leitstelle telefonisch angeleitet. Hier liegt der Durchschnitt bei nicht einmal 11 Prozent.

Michael Baubin, Anästhesist, Notarzt, Leiter des Notarztstützpunkts und Qualitätsbeauftragter im Team der „Ärztlichen Leiter Rettungsdienst Tirol“, ist auf diese Ergebnisse stolz: „Und ich bin überrascht. Wir wissen, dass wir hier hochqualitative Arbeit leisten. Dass wir mit dieser Arbeit aber so deutlich im Spitzenfeld liegen, das hätte ich nicht erwartet.“ (TT)

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