Mit Volldampf im Sonderzug in Richtung Ruhestand

Eine Bahnfahrt von Mayrhofen nach Jenbach war für den langjährigen Zillertalbahn-Direktor das Abschiedsgeschenk der Bahneler.

© Zwicknagl

Von Walter Zwicknagl

Jenbach –Stramm stand gestern die Eisenbahner-Musikkapelle der Zillertalbahn unter Kapellmeister Alfons Hölbling und Stabführer Max Gredler, als mit gellenden Pfiffen ein außerplanmäßiger Dampfzug der Schmalspurbahn den Bahnhof Jenbach erreichte. Mit einem zünftigen Marsch begrüßten die Musikanten Wolfgang Holub, den Ehrengast des Zuges, der selbst mit vielen Ehrenlokführern in zwei Jahrzehnten zu Silvesterfahrten ins Zillertal aufgebrochen war. Der 65. Geburtstag von Wolfi, wie ihn Freunde nennen, musste ganz einfach in Bahneler-Manier zelebriert werden. Wolfgang Holub, der vor 32 Jahren seine Bahnkarriere gestartet hatte, war gut 20 Jahre Vorstand der Bahn. Und es war schon im Vorjahr sein Wunsch, zum Finale mit seinen Leuten von Bahn und Bus zu feiern.

Immer mehr hatte sich der Dampfzug, der gut zwei Stunden unterwegs war, in den Stationen zwischen Mayrhofen und Jenbach gefüllt. Mit an Bord war Gerhard Hundsbichler, der Aufsichtsratsvorsitzende der Bahn. Aber auch für eine musikalische Überraschung war gesorgt, als der „Mayrhofener“ Erwin Aschenwald dem Jubilar ein spezielles Stück widmete. Zur Gratulantenschar gehörte auch der neue Vorstand Wolfgang Stöhr, der seit Jänner die Verantwortung für die Bahn trägt. Die Jenbacher Musikkapelle, die Schützen und Trachtler seiner Heimatgemeinde, in der er von 1990 bis 2012 Bürgermeister war, machten Holub, der mit 1. Juni in Pension geht, ihre Aufwartung.

Und es war ein Abschied in Wehmut von seinen Bahnelern, die zum Fest für Freunde und Partner ins Bahnbetriebswerk geladen hatten.


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