Polizisten attackiert und mit Existenzvernichtung bedroht

Völlig ausgerastet war letzten August ein 24-Jähriger im Raum Telfs. Nachdem er erst mit einem Eisenrohr und einem Stuhl die Wohnungstüre ei...

Symbolfoto.
© Jan Hetfleisch

Völlig ausgerastet war letzten August ein 24-Jähriger im Raum Telfs. Nachdem er erst mit einem Eisenrohr und einem Stuhl die Wohnungstüre einer Frau einschlagen wollte, empfing er auch die herannahenden Polizeibeamten mit Gewalt und übelsten Beschimpfungen. Einem der Beamten und dessen Familie drohte er mit der Existenzvernichtung wegen Beziehungen zu Bezirkshauptmannschaft und Justiz. Auch prophezeite er, dass dessen Wohnort bald brennen würde. Noch gestern am Landesgericht zeigten sich die übrigen Beamten als Zeugen schockiert: „Wir sind hier am Posten Telfs ja einiges gewöhnt – aber das war wirklich außergewöhnlich tief!“ Das Gericht antwortete mit zehn Monaten bedingter Haft, 800 Euro Geldstrafe und Weisungen zur Alkohol- und Aggressionstherapie. Der Richter: „Allerletzte Chance. Das nächste Mal geht’s hinter Gitter!“

3000 Euro Schmerzensgeld wollte eine junge Tirolerin von ihrem Ex-Freund für behauptete Misshandlungen und Freiheitsentziehung. Das Gericht wollte jedoch der holprigen Geschichte nicht folgen. Insbesondere, da die Frau zu ihrem angeblichen Peiniger immer wieder Kontakt aufgenommen und ihn sogar bei sich behördlich angemeldet hatte. Als sie dafür als Motiv Angst angab, erging sofort ein Freispruch für den Ex-Freund.

Alkohol war bei zwei weiteren Fällen im Spiel. In einem Fall gerieten an einem Partyabend zwei Kollegen aneinander. Alkoholisiert und aus Eifersucht auf die Ex-Freundin versetzte dabei ein 23-Jähriger dem Gleichaltrigen einen Kopfstoß ins Gesicht. Die Folge: ein abgebrochener Zahn. Wohl um den siebenfach vorbestraften Freund zu schützen, machten der Verletzte und ein 22-jähriger Zeuge erst vor der Polizei falsche Angaben und gaben das später am Bezirksgericht zu. Anklagen wegen falscher Beweisaussage sowie versuchter Begünstigung folgten. Geldstrafen in Höhe von 3240 und 5400 Euro ergingen an die beiden. Für den vorbelasteten Kopfstoß-Geber setzte es hingegen nicht rechtskräftig sechs Monate Haft. Im zweiten Fall war ein geistig beeinträchtigter Innsbrucker angeklagt. Bei einem reichlich „flüssigen“ Videospiele-Abend hatte der 39-Jährige nach einer verlorenen Partie einen Bekannten attackiert und mit einem Messer verletzt. 720 Euro Geldstrafe ergingen rechtskräftig. (fell, he)


Schlagworte