LH Platter verärgert über Hypo-Abstufung

Innsbruck – „Natürlich haben wir mit der Herabstufung keine Freude“, zeigt sich Landeshauptmann Günther Platter verärgert über die neue Boni...

© TT/Thomas Böhm

Innsbruck –„Natürlich haben wir mit der Herabstufung keine Freude“, zeigt sich Landeshauptmann Günther Platter verärgert über die neue Bonitätsnote „Ba1“ der landeseigenen Hypo Tirol Bank. Vor allem die deutliche Abstufung auf Spekulationsniveau überrascht den Tiroler Landeshauptmann. „Die Bank befindet sich auf einem erfolgreichen Konsolidierungskurs, den wir aus eigener Kraft im Land eingeschlagen haben und den wir auch fortsetzen werden“, erklärt Platter und fügt hinzu, dass sich für die Kunden durch das Downgrading nichts ändert.

Hypo-Tirol-Vorstand Hans-Peter Hörtnagl geht indes weiter davon aus, dass die Herabstufung durch die Ratingagentur Moody’s keine Auswirkungen auf das Kerngeschäft – Privatkredite für Häuslbauer und besicherte Refinanzierung – der Bank haben wird. Zudem hätten Investoren großes Vertrauen in die Bank, sagt Hörtnagl. Dem widerspricht Banken- und Finanzexperte Matthias Bank von der Universität Innsbruck im TT-Gespräch teilweise. „Ganz ohne Auswirkungen auf das Kerngeschäft wird es nicht bleiben. Viel hängt aber davon ab, wie es mit der Heta weitergeht“, sagt Bank.

Wegen der neuen Bewertungsmethoden und des Verlusts der Unterstützung durch die öffentliche Hand hat Moody’s gestern auch die Hypo Vorarlberg um zwei Stufen auf „Baa1“ abgestuft. Die Hypo Niederösterreich wird von Standard & Poor’s derzeit noch mit der Note „A“ bewertet. (ecke)


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