Die Torarmut lässt Wacker nicht los

Der FC Wacker spielte mit Aufsteiger FAC über weite Strecken wie der Vater mit dem Sohne. Was fehlte, war der entscheidende Treffer. Nach einer weiteren Nullnummer bleibt die (vorzeitige) Rettung aus.

© gepa/Hans Osterauer

Von Alex Gruber

Innsbruck – Die Last des (einfachen) Toreschießens drückte den FC Wacker auch gestern gegen extrem defensiv eingestellte Gäste aus Floridsdorf. Und ganz am Anfang war auch die (latente) Angst einer klassischen Föhnpartie spürbar. Das Glücksvogerl war den Schwarzgrünen aber am gestrigen Abend auch in einer Szene hold: Nachdem eine Freistoßflanke von Mohr an Freund und Feind vorbei den Weg ins Wacker-Tor gefunden hatte, rettete ein Abseitspfiff die Hausherren (4.).

Es war ein stockender Beginn, ehe der FCW nach ca. einer Viertelstunde mehr Fahrt aufnahm. Was mit einer kleinen Eckenserie oder der ein oder anderen Halbchance per Kopf (Hauser

2, Deutschmann) begann, setzte sich mit dem ersten Hochkaräter (Säumel nach Bergmann-Assist/33.) fort. Der Torjubel blieb den Fans dann in Minute 39 im Hals stecken: Nach perfekter Bergmann-Flanke scheiterte Danijel Micic per Kopf an einer unfassbaren Rettungstat von FAC-Goalie Rene Swete. Zeitgleich stand es in Kapfenberg nach einem 0:2-Rückstand 3:2 für die Hausherren gegen Horn.

Am Tivoli stand zur Pause aber die Null, obwohl die Führung mehr als verdient gewesen wäre. Die Statistik führt immer noch Thomas Hirschhofer als besten Saisontorschützen (5) an. Der gestrige Reservist hat übrigens am 12. September das letzte Mal getroffen. Auch wegen eines fehlenden Knipsers gestaltet sich der Abstiegskampf für die Innsbrucker seit einigen Monaten so zäh.

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Wegen verlorener Platzwahl ging es für Wacker in der zweiten Halbzeit offensiv ab in den Süden. Und ein Gründler-Kopfball animierte Swete zur nächsten Flugshow (50.), Kapitän Alex Hauser (54.) fand die nächste Chance vor. Es ging nur in eine Richtung, man hatte den Aufsteiger aus Wien im Sack, holte Standardsituation um Standardsituation heraus, nur der Knoten wollte trotz 72 Prozent Ballbesitz nach knapp 70 Minuten immer noch nicht platzen. In einem der seltenen Gäste-Konter schoss Randak Wacker-Goalie Pascal Grünwald in die Arme, der schwarzgrüne Sturmlauf war auch an die Substanz gegangen.

Der eingewechselte Andi Hölzl hätte in Minute 75 nach perfektem Micic-Zuspiel „berühmt“ werden können

müssen, rutschte beim Abschluss vor Goalie Swete aber weg, der Nachschuss von Thomas Bergmann fand auch nicht den überfälligen Weg in die Maschen. Gut, dass Wacker-Coach Klaus Schmidt schon eine Glatze hat. Denn nach so einer Aktion verliert man normalerweise seine letzten Haare.

Es blieb beim dritten torlosen Remis im Frühjahr (zuvor FAC und St. Pölten auswärts), beim fünften Unentschieden im neuen Jahr. Wacker reist als Tabellensiebter am Montag zu Schlusslicht Hartberg.

Ergebnisse

FC Wacker Innsbruck - FAC 0:0

SKN St. Pölten - FC Liefering 1:0. Tor: Wiesinger (64./Eigentor). Gelb-Rot: David Gugganig (Liefering, 84.). Rot: Höfler (Liefering, 92.)

TSV Hartberg - SC Austria Lustenau 1:3 (0:1). Tore: Lembäcker (92.) bzw. Kobleder (21.), Chabbi (61.), Schreter (83.)

Kapfenberger SV - SV Horn 3:2 (3:2). Tore: Bubalovic (27.), Wendler (33.), Witteveen (40.) bzw. Casanova (6.), Bubalovic (22./Eigentor)

LASK Linz - SV Mattersburg

2:2 (1:0).

Tore: Barry (31.), Templ (94.) bzw. Pink (52.), Mahrer (78.)


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