Fußball: Rückschlag für FC Liefering im Meisterschaftsrennen

Wien (APA) - Der nicht aufstiegsberechtigte FC Liefering hat am Freitagabend im Kampf um den Meistertitel in der Fußball-Erste-Liga einen Rü...

Wien (APA) - Der nicht aufstiegsberechtigte FC Liefering hat am Freitagabend im Kampf um den Meistertitel in der Fußball-Erste-Liga einen Rückschlag erlitten. Die Talenteschmiede von Red Bull Salzburg unterlag in St. Pölten unglücklich 0:1. Im Abstiegskampf liegen die Teams auch nach der 32. Runde eng beisammen: Gleich sieben Teams kämpfen vier Runden vor Schluss noch um den Klassenerhalt.

Vier Spieltage sind in der zweiten Liga noch zu spielen und den Sechstplatzierten St. Pölten (39) und Letzten Hartberg (34) trennen nur fünf Punkte. Einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machten allerdings der Kapfenberger SV beim 3:2-Heimsieg über Horn und Austria Lustenau, das in Hartberg 2:0 gewann. Der Tabellensiebente Wacker Innsbruck kam zuhause gegen den FAC nicht über ein torloses Remis hinaus.

Unglücklich verlief das Auswärtsspiel des Tabellenführers FC Liefering in St. Pölten. Schiedsrichter Ciochirca verwehrte den ohne zahlreiche Stammkräfte angetretenen Salzburgern - der etatmäßige dritte Torhüter Michael Höfler kam in der Schlussphase sogar als Feldspieler ins Spiel und sah nach einer Tätlichkeit Rot (92.) - gleich zwei Elfmeter. Zu allem Überfluss lenkte Philipp Wiesinger eine Flanke ins eigene Tor (65.). Nachdem ein reguläres Tor von Lieferings Atanga aberkannt wurde (82.), musste auch David Gugganig mit Gelb-Rot vorzeitig vom Feld (84.).

Der Kapfenberger SV ist dem Klassenerhalt nach einem 3:2-Sieg über Horn und neun Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge bereits sehr nahe gekommen. Dabei verschliefen die Steirer die Anfangsphase völlig, Horn führte durch Nacho Casanova (6./per Kopf) und ein Eigentor von Christian Bubalovic (22.) früh mit 2:0. Nach Bubalovics Anschlusstreffer (27.) drehte Kapfenberg sogar noch vor der Pause die Partie: Wendler besorgte von der Strafraumgrenze den Ausgleich (34.), Routinier Witteveen schob aus kurzer Distanz völlig frei stehend zum 3:2-Endstand ein (40.). Die Niederösterreicher, die mittlerweile seit sechs Spielen in der Fremde sieglos sind, liegen punktegleich mit dem Tabellenletzten Hartberg auf Rang neun.

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Weiter am Tabellenende rangiert der TSV Hartberg nach einer 1:3-Heimniederlage gegen Austria Lustenau. Christoph Kobleder stocherte den Ball nach einem Eckball und einem schweren Abwehrpatzer zur Vorarlberger Führung über die Linie (21.). Trainersohn Serfedin Chabbi schlenzte den Ball nach einer Stunde aus spitzem Winkel über Hans Peter Berger zum 2:0 ins Tor (61.) Nachdem der eingewechselte Marcel Schreter aus der Drehung die endgültige Entscheidung (83.) besorgt hatte, traf Philipp Lembäcker in der Nachspielzeit zum 1:3 Ehrentreffer (92.)

Keinen Befreiungsschlag im Abstiegskampf konnten Wacker Innsbruck und der Floridsdorfer AC setzen. Beim torlosen Remis im Innsbrucker Tivoli-Stadion schafften es die Tiroler nicht, ihre Überlegenheit in Zählbares umzumünzen. Im Spitzenspiel am Freitagabend (20.30) trafen noch die direkten Aufstiegskonkurrenten LASK und Mattersburg aufeinander. Durch die Niederlage des FC Liefering können die Burgenländer damit nicht nur den Aufstieg fixieren, sondern auch am FC Liefering vorbei ziehen.


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