70 Jahre Kriegsende - Getrenntes Gedenken in umkämpfter Ukraine

Kiew (APA/dpa) - Militärparade im Separatistengebiet, stilles Gedenken in Kiew: In der krisengeschüttelten Ukraine ist am Tag des Sieges übe...

Kiew (APA/dpa) - Militärparade im Separatistengebiet, stilles Gedenken in Kiew: In der krisengeschüttelten Ukraine ist am Tag des Sieges über den Hitlerfaschismus die Spaltung des Landes klar zutage getreten. Die prowestliche Führung der Ex-Sowjetrepublik hatte die Waffenschau mit Verweis auf die Kämpfe im Osten des Landes abgesagt.

Etwa 500 neue Rekruten wurden aber vereidigt. Präsident Petro Poroschenko legte am Grabmal des Unbekannten Soldaten Blumen nieder. „Wir feiern den 70. Jahrestag des Sieges, aber nicht auf russische Art“, sagte er am Samstag mit Verweis auf die pompöse Militärparade in Moskau.

Dagegen präsentierten die prorussischen Aufständischen in den von ihnen kontrollierten Gebieten Panzer und Raketenwerfer. Hunderte Kämpfer in Uniform der selbst ernannten Volksrepublik marschierten bei regnerischem Wetter durch die Separatistenhochburg Donezk. Ihr Anführer Alexander Sachartschenko sagte, das Kriegsgerät sei zum Großteil von der Armee erbeutet worden. Die Führung in Kiew und der Westen werfen aber Moskau vor, die Aufständischen auszurüsten.

Die Separatisten gaben die Freilassung von zwei US-Bürgern bekannt. Die für die US-Hilfsorganisation International Rescue Committee (IRC) tätigen Männer waren unter „Spionageverdacht“ festgesetzt worden.

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