Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 30.11.2019


Bikes

BMW R 1250 GS Adventure: Großes Abenteuer auf der kleinen GS

Wem die BMW R 1250 GS Adventure einfach ein bisschen zu groß ist, kann sich freuen. Die kleinere 850 GS schlüpft auch ins Adventure-Kleid.

Dass es auf der BMW F 850 GS Adventure recht abenteuerlich zugehen kann, sieht man ihr schon im Stand an.

© LetznerDass es auf der BMW F 850 GS Adventure recht abenteuerlich zugehen kann, sieht man ihr schon im Stand an.



Meran – Mit der BMW 850 GS fand letztes Jahr die Wachablöse der BMW F 800 GS statt – und dabei blieb kein Stein auf dem anderen. Kein Wunder, hatte doch die 800 GS schon knapp 10 Jahre auf dem Buckel. Der Tank wanderte wieder nach vorne, der Motor wurde komplett neu entwickelt und an Stelle des alten Brückenrahmens sorgt nun eine Gitterrohr-Konstruktion für Stabilität. Dass man heuer die Abenteuer-Version der kleinen GS – die BMW 850 GS Adventure – in die Schauräume der Händler rollt, war da nur der logische Schritt. Wir durften die kleine Abenteurerin heuer zum Test begrüßen und erinnern uns gerne an die 14 Tage zurück.

Wie bei den Bayern üblich, hat eine Adventure von allem ein bisschen mehr: mehr Tankinhalt, mehr Federweg, einen höheren Lenker, die standesgemäßen Sturzbügel und die auffällige Lackierung. Natürlich treibt das auch das Gewicht nach oben. 244 Kilogramm bringt die kleine GS Adventure auf die Waage (zumindest unsere vollausgestattete Testmaschine). Allerdings gilt bei BMW auch immer ein Motto: Wenn sie erst einmal rollt, fühlt sie sich wie ein Fahrrad an. Und so war das auch bei unserer bayerischen Abenteurerin der Fall.

Mit der Normalo-Version teilt sie sich die Eckdaten des Antriebs: 95 PS und 92 Nm Drehmoment schickt der 853 ccm große Reihenzweizylinder an den hinteren Pneu. Apropos Pneu: Auf unserer GS waren natürlich die entsprechenden Stollenreifen aufgezogen. Mit dem Gewicht hat der Antrieb jedenfalls leichtes Spiel. Egal wie weit und energisch man die Drosselklappen aufreißt, mit spielerischer Leichtigkeit zerrt der 270-Grad-Twin an der Kette. Auffällig ist, wie unauffällig er dabei seine Arbeit verrichtet. Mit einer stoischen Ruhe schickt der Zweizylinder seine Kraft ans Hinterrad und als Fahrer hat man stets das Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben.

Ohne jede Hektik schwingt sich die kleine GS von einer Kurve zur nächsten und folgt willig jedem noch so kleinen Zug am Lenker. Und auch wenn unser Ausflug ins Gelände nur kurz ausfiel: Auch auf der Buckelpiste gibt sich die GS – nicht zuletzt dank des perfekt arbeitenden „Dynamik ESA“ – keine Blöße.

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Überhaupt weiß die kleine Adventure in Sachen Ausstattung zu überzeugen. Da wäre beispielsweise das neue Connectivity-Paket, das momentan seinesgleichen sucht, der integrierte Notruf eCall oder der neue Voll-LED-Scheinwerfer. Allerdings hat das Ganze auch seinen Preis: 22.592 Euro wären für unser Testmotorrad fällig gewesen. (luc)