Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 17.12.2016


BMW 5er

Business im Kopf, Sport im Herzen

Auch wenn die elektronische Spielwiese immer größer wird – der neue BMW 5er bleibt ein Spitzenathlet, der den hauseigenen Slogan „Freude am Fahren“ ganz traditionell in die Moderne überleitet.

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© Werk



Von Walter Schrott

Lissabon – Was für ein Erfolg: Nahezu acht Millionen Stück wurden in sechs Modellgenerationen vom BMW 5er abgesetzt. Mitte Februar steigt nun die siebte Generation in die Startlöcher. Natürlich mit dem Anspruch, den Nimbus, die sportlichste Businesslimousine der Welt zu sein, verteidigen zu können. Und es ist allerfeinst angerichtet.

Optisch nähert sich der neue BMW 5er dem Flaggschiff BMW 7er dezent an. Auch in der Größe, denn er hat bei Länge, Breite, Höhe und Radstand zugelegt. Im Cockpit überrascht er mit Features, die bislang dem Hierarchie-Obersten vorbehalten waren. Was für 5er-Kunden schon einmal sehr erfreulich ist. Der neue 5er sieht mit seiner breiten BMW-Niere, der coupéhaften Dachlinie und dem kraftvoll-eleganten Heck blendend aus. Ein skulpturaler Auftritt, bei dem alles passt. Genau so stellt man sich eine Sportlimousine mit Business-Class-Anspruch vor, vor allem im Lager der eiligen Klientel, die vornehmlich zwischen Anzug und Sportlerkluft wechselt. Dafür haben die Bayern einen regelrechten Elektronik-Tsunami ausgelöst. Der weißblaue Oberklassler bietet alles auf, was gut, nicht unbedingt billig, vor allem aber praktisch und sicher ist. Das Smartphone im Wohnzimmer zeigt an, was sich draußen vor dem Haus rund ums Auto gerade tut. Über das Fahrprogramm Eco Pro, das mit dem Navi gemeinsame Sache macht, erkennt das System Tempolimits, Ortseinfahrten, Abbiegespuren etc. und passt den Antrieb an. Eingeparkt werden kann per Fernbedienung. Das hochauflösende Display im Cockpit kann ganz „altmodisch“ über den Con­troller, per Sprache oder Gesten oder auch durch direktes Berühren gesteuert werden. Und ja: Auch das teilautonome Fahren beherrscht der 5er. Zuletzt hat auch das Infotainment ein neues Niveau erklommen.

Und wo bleibt bei all der Elektronikshow die Kernkompetenz des Hauses BMW, die Freude am Fahren? Keine Sorge: Die Bayern haben alle Register gezogen, damit der 5er weiterhin der Chefdynamiker in seiner Liga bleibt. 100 Kilogramm leichter, ein neues Fahrwerk, viel Aluminium und Motoren, die – egal ob Otto oder Ölbrenner – durch die Bank begeistern. Luftfederung ist beim 5er kein Thema, das neue Fahrwerk liefert auch so einen feinen Mix aus Komfort und Dynamik. Letztere sorgt im Reich der Kurven – zumal in der Kombination Allradantrieb und Integral-Aktivlenkung – für heftige Adrenalinschübe. Wie am Strich glüht der 5er durch die Radien. Darauf kann man wetten: So sportlich war bislang noch keine Oberklasse-Limousine.

Wer Gemütlichkeit bevorzugt oder als Kilometerfresser auf der Autobahn unterwegs ist, kann das adaptive Fahrwerk natürlich in den Komfortmodus schicken. Dann federt der 5er geschmeidig über alle Bosheiten des Asphalts hinweg. Der neue 5er geht hierzulande am 11. Februar an den Start – mit den Modellen 530i (252 PS), 540i (340 PS), 520d (190 PS) und 530d (265 PS). Der 520d ist auch als 6-Gang-Handschalter zu haben, alle anderen Versionen sind mit der 8-Gang-Step­tronic bestückt. Alle Modelle sind wahlweise auch mit dem Allradantrieb xDrive lieferbar. Preislich geht es bei 52.768 Euro (520d) los, das obere Ende markiert vorerst der 540i xDrive mit 69.800 Euro. Im März folgen der Plug-in-Hybrid 530e mit 252 PS, der 520d EfficientDynamics mit 190 PS und einem Verbrauch von nur 3,9 Litern und der M550i mit 462 PS und acht Häferln unter der Haube – der Spitzensportler der 5er-Familie.

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