Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 24.02.2018


Motor News

Volvos kombinierte SUV-Pause

Nach der Konzentration auf Sport Utility Vehicles lenkt Schwedens Autohersteller die Aufmerksamkeit auf die nächste Generation des Familienkombis V60.

© WerkIm Sommer kommt der neue V60 in den Handel, zunächst mit konventionellen Aggregaten zum Basispreis von 42.185 Euro. Später folgen zwei Plug-in-Hybrid-Versionen.



Stockholm – Noch ist das neue Volumenmodell von Volvo, das kompakte Sport Utility Vehicle XC40, offiziell nicht am Markt, schon enthüllt die Geely-Tochtermarke aus Schweden die nächste Neuheit: die Folgegeneration des Mittelklassekombis V60. Ist der Vorgänger auch heute noch ein ansehnliches Modell, gilt das erst recht für den Nachfolger, der sich optisch hauptsächlich am Baureihen-Bruder XC60 orientiert. Dessen Hochbaukünste sind für das Langheckmodell zwar tabu, gleichwohl beherrscht der Kombi einen elegant-sportlichen Auftritt mit kühler Note. Die markentypische Frontansicht mit von Vertikalstreben dominiertem Kühlergrill, Thors-Hammer-Frontleuchten und kontrastierenden unteren Lufteinlässen lassen den neuen V60 als typischen Vertreter der modernen Volvo-Flotte erscheinen, geprägt von Thomas Ingenlaths Formensprache. Die findet sich auch in den markanten Seitenschwellern, den seitlichen Karosserieeinschnitten, dem leicht coupéförmigen Dachverlauf und dem knackigen Heckabschluss wieder.

In technischer Hinsicht dürfen einmal mehr die SPA-Plattform und die Drive-E-Motorenpalette ihr Bestes geben. Das erstgenannte Kürzel steht für skalierbare Produkt-Architektur, die die Basis darstellt für Oberklasse- und Mittelklassemodelle von Volvo, damit also für die 60er- und 90er-Serien. Bei den Aggregaten kommen der Volvo-Philosophie entsprechend lediglich solche Maschinen zum Einsatz, die über maximal vier Zylinder und zwei Liter Hubraum verfügen. Zum geplanten Marktstart im Laufe des Sommers ist das Portfolio recht überschaubar mit drei Angeboten: einem aufgeladenen Benziner und zwei Turbodieseln. Bei dem Ottomotor handelt es sich vorläufig um die Topkonfiguration T6, die 310 PS leistet. Sie ist ab Werk mit einem Allradsystem und einer Achtstufenautomatik verbunden.

Anders sieht dies bei den beiden Selbstzündern aus: Der D3 leistet 150 PS, der D4 pariert mit 190 Pferdestärken. Hier gelten Vorderradantrieb und Sechsgang-Handschalter als gesetzt, optional gibt es die oben erwähnte Automatik. Damit eröffnen konventionelle Motoren den V60-Handel, zum Jahreswechsel vorgesehen ist der Einsatz von zwei Plug-in-Hybridvarianten: T6 Twin Engine mit 340 PS und T8 Twin Engine mit 380 PS. Bei beiden Versionen arbeiten Benzin- und Elektromotoren zusammen.

Der 4,76 Meter lange Kombi mit einem Radstand von 2,87 Metern bietet nach vorläufigen Angaben ein Ladeabteil mit 529 Litern Volumen an und steckt voller Sicherheitstechnik. Diese entlehnt er von anderen Modellen der SPA-Plattform, die sich am Markt schon bewährt haben. Darunter befindet sich beispielsweise der Pilot Assist, ein teilautonomes Fahrerassistenzsystem, das auf mehrspurigen Straßen selbstständig bremst, beschleunigt und lenkt, und zwar bis zu einem Tempo von 130 km/h.

Die ersten Preise stehen schon fest: Den Basis-D3 gibt es laut Importeur ab 42.185 Euro (Ausstattung: Momentum). Den D4 bieten Volvo-Händler ab 43.963 Euro an; den T6 ab 55.500 Euro an. Ein paar Monate nach dem Marktstart des V60 folgt nicht nur die Erweiterung um Plug-in-Hybride, sondern auch die Lancierung der Limousine S60. Zuvor aber forciert Volvo noch das Kompakt-SUV XC40 – in dieser Woche kündigte der Hersteller die Vergrößerung des Motorenprogramms um drei Varianten (Drei- und Vierzylinder) an. (hösch)




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