Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 03.03.2018


Motor News

VW-Töchter zeigen sich selbstbewusst

Seat bereitet sich in den kommenden Monaten auf ein neues Sport Utility Vehicle vor.

© WerkDas Seat-Werk in Martorell feiert 25 Jahre Bestand.



Salzburg, Martorell – Seat blickt mit viel Selbstvertrauen nach vorne (siehe auch Seite 2), vergisst dabei aber nicht auf die Wurzeln des Erfolgs. Eine Quelle liegt sicherlich im Werk Martorell. Die Fabrik, nicht weit von Barcelona entfernt, wurde vor 25 Jahren eingeweiht, nachdem ihr eine Bauzeit von zwei Jahren und acht Monaten vorausgegangen war. Die investierten 1,47 Milliarden Euro haben sich mehr als ausgezahlt, seither liefen von den Produktionsbändern in Martorell fast zehn Millionen Fahrzeuge. Momentan liegt die tägliche Produktionsrate bei 2300 Einheiten, und das auf einem Areal von 2,8 Millionen Quadratmetern. Im Vorjahr verließen 455.000 Neuwagen Martorell, Einheiten von Schwestermarken eingeschlossen. Unabhängig von den Feierlichkeiten bereitet sich Seat in den kommenden Monaten auf ein neues Sport Utility Vehicle vor, den Tarraco (antiker Name von Tarragona), der noch Ende dieses Jahres auf den Markt kommen wird.

Ebenfalls interessante SUV-Pläne hat eine weitere VW-Tochter, nämlich Škoda. Die Tschechen zeigen auf dem Genfer Autosalon den Vision X, einen Allradler mit zwei Elektromotoren und einem CNG-Triebwerk. Dieses kann mit Erdgas und Benzin betrieben werden. Je nach Fahrsituation und Ladezustand des recht kleinen Akkus fährt der Vision X mit Vorderrad-, Allrad- oder Hinterradantrieb. Die rein elektrische Reichweite des Modells wird mit zwei Kilometern angegeben, der CO2-Ausstoß liegt im kombinierten Verbrauch bei 89 Gramm je Kilometer. Erstmals zu sehen ist der Vision X als Plug-in-Hybrid-Konzept auf dem Genfer Autosalon. (hösch)

Als Plug-in-Hybrid mit Erdgas- und Elektromotoren gilt der Vision X.
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