Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 03.03.2018


Hyundai

Kona erhält zwei Varianten mit Elektromotoren

Hyundai hat mit seinem subkompakten Sport Utility Vehicle viel vor – zwei Stromer-Varianten warten auf den Marktstart.

© WerkSeit dem Herbst des Vorjahres ist der Kona mit konventionellen Verbrennungsmotoren auf dem Markt, heuer ergänzen Dieselaggregate und zwei Elektrovarianten das Angebot beim kompakten SUV.



Wien, Genf – Große Aufmerksamkeit erzielte der ­Kona schon im vergangenen Sommer bei seiner statischen Weltpremiere in Mailand: Das subkompakte Sport Utility Vehicle überraschte nicht nur mit vorzüglichem Design, sondern auch mit der Option auf Allradantrieb. Rund um die Markteinführung im Herbst beschränkten sich die Koreaner auf das Angebot von Benzinaggregaten, kündigten aber schon Dieselmotoren und alternative Antriebe fürs Jahr 2018 an. In dieser Woche wurde der Hersteller konkret: Hyundai wird zwei Elektrovarianten anbieten, sie unterscheiden sich bei der Leistung, bei der Akku-Größe und folglich auch bei der genormten Reichweite. Vieles jedoch bleibt gleich, abseits der optischen Erscheinung, die von einem geschlossenen Kühlergrill dominiert wird. Ebenfalls ident ist das maximal erzielbare Drehmoment, das ab Leerlauf 395 Newtonmeter beträgt. Damit lässt sich auch der schwächere Kona mit 135 PS starkem Aggregat recht zügig in 9,3 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen. Zum Vergleich: Der 204 PS starke Kona benötigt für diesen Sprint 7,6 Sekunden.

Während der Kona Elektro mit Basispaket über einen Lithium-Polymer-Speicher mit 39 Kilowattstunden Kapazität verfügt, kann das stärkere Derivat 64 Kilowattstunden verwenden. Die Reichweite (nach neuem WLTP-Zyklus) beträgt im ersten Fall rund 300 Kilometer, im zweiten Fall rund 470 Kilometer. Die Ladedauer an der Wallbox (4,6 Kilowatt, Wechselstrom) beläuft sich beim Kona Elektro 99 kW auf sechs Stunden und zehn Minuten, beim Kona Elektro 150 kW sind neun Stunden und 40 Minuten einzuplanen. Die Ladedauer an einer 100-Kilowatt-Schnellladestation mit Gleichstrom beträgt für beide Modelle 54 Minuten – um 80 Prozent des Akkus wieder nützen zu können.

Mit dem Marktstart ist im Laufe des Sommers zu rechnen. Damit ergänzt der Kona Elektro bei Hyundai das Angebot an alternativen Antrieben, das bis jetzt in erster Linie vom Ioniq bestritten wurde. Entgegen internationalen Meldungen, beim Ioniq Elektro gebe es Lieferfristen von bis zu einem Jahr, liegen diese laut heimischem Importeur in Österreich bei rund sechs Monaten (im Falle einer Neukonfiguration). Außerdem verweist Hyundai Österreich auf die Verfügbarkeit von Lagermodellen. Eine weitere Alternative kündigt sich mit dem neuen Brennstoffzellenauto Nexo an, das auf dem Genfer Autosalon Europapremiere feiert. (hösch)




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