Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 24.03.2018


Motor News

Noch mehr Sporen für das Rennpferd

Ford verleiht der aktuellen Mustang-Generation einerseits mehr Glanz, andererseits mehr Kraft.

© WerkMit dem Facelift erstarkt der V8-Benzinmotor auf 450 PS.



Nizza – Ohne ihn wäre die Auto­mobilgeschichte um einiges ärmer: Der Mustang, seit den 60er-Jahren auf den Straßen präsent, erobert noch immer die Herzen von Auto­fahrern, die einer schönen Karosserieform, einem unvergesslichen Fahrerlebnis und etwas Unvernunft etwas abgewinnen können. Zeitweise hatten es europäische Interessenten allerdings schwer, an ein Fastback-Modell oder an ein Cabriolet zu kommen, denn offiziell verzichteten die Amerikaner für einige Jahre darauf, den Mustang nach Europa zu verschiffen. Bei der aktuell erhältlichen Generation sieht es anders aus, Ford kümmert sich tatenreich darum, den Mustang den Kunden am Alten Kontinent schmackhaft zu machen – mit einem relativ günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis. Das Engagement macht sich für den Hersteller bezahlt, denn in Europa griffen zuletzt mehr als 33.000 Käufer zu. Die Begeisterung wird wohl anhalten, wenn das überarbeitete Modell auf den Markt kommt. Technologisch rüstet der Mustang zwar auf, rein optisch behält er aber seine einnehmende Form bei, sowohl in geschlossener als auch in offener Erscheinung. Als zusätzliche Kaufargumente haben Ford-Verkäufer nun eine optional erhältliche Zehnstufenautomatik, einen auf 450 PS erstarkten V8-Benzinmotor mit fünf Litern Hubraum, ein weiter entwickeltes MagneRide-Dämpfersystem (auch dieses optional), weitere Fahrmodi und neue Fahrerassistenzsysteme auf ihrer Seite.

Die GT-Ausführung mit 450 PS beschleunigt in 4,3 Sekunden von null auf 100 km/h, hat nebenbei serienmäßig vier Endrohre zu bieten. Der V8 stemmt dabei ein maximales Drehmoment von 529 Newtonmetern, die ganze Kraft wirkt dabei auf die Hinterachse. Hochdruckdirekteinspritzung und Niederdruckzentraleinspritzung werden bei diesem Aggregat kombiniert, damit ergibt sich am Prüfstand ein Normverbrauch von 12,1 Litern je 100 Kilometer (CO2-Emissionen: 270 g/km).

Im Sortiment bleibt das Einstiegsaggregat, ein 290 PS starker 2,3-Liter-Vierzylinder-EcoBoost-Benziner mit Turbolader und Kraftstoffdirekteinspritzung. Mit 440 Newtonmetern Drehmomentmaximum und einem durchschnittlichen Spritkonsum von 9,0 Litern je 100 Kilometer (CO2-Ausstoß: 199 g/km) dürfte auch diese Mustang-Spielart wie bisher überzeugen. Nebenbei betont Ford, dass beide angebotenen Aggregate mit einem Ottopartikelfilter bestückt sind.

Was das neue Automatikgetriebe anbelangt – es wird neben dem Sechsgang-Handschalter angeboten –, so verweist der Hersteller auf eine reduzierte innere Reibung, die zu einem größeren Wirkungsgrad führe. Die „feinere Spreizung der einzelnen Vorwärtsgänge“ führe nicht nur zu einer besseren Beschleunigung, sondern auch zu mehr Kraftstoffeffizienz. Keine Optio­n auf diese Kraftübertragung gibt es für das sich abzeichnende Sondermodell Bullitt, das ab August im Handel sein wird (mit einem voraussichtlich 464 PS starken V8).

Akzeptanz dürfte die Entscheidung finden, alle für Europa vorgesehenen Mustang-Modelle ab Werk mit LED-Technologie zu versehen: Hauptscheinwerfer, Tagfahrlicht, Nebelscheinwerfer, Blinker und die Rücklichter verwenden die leuchtstarken Module. Ab 48.750 Euro bieten Ford-Händler den erneuerten Mustang (Fastback) an, das Cabrio kostet ab 53.750 Euro. (hösch)




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