Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 05.05.2018


Motor News

Lada startet ganz was Neues

Der russische Autohersteller legt mit der Vesta-Modellfamilie – nach der Limousine folgen Langheck und Offroad-Kombi – einen beachtlichen Neuanfang hin.

© WerkDer Vesta SW Cross.



Von Franz Farkas

Wien – Lada, das stand immer für rationale Autos mit überschaubarer Technik und genau solcher Ausstattung. Das ist nun anders geworden. Die Vesta-Modellfamilie, seit Jahresanfang mit einem Sedan vertreten, hat Zuwachs bekommen. Die Kombis SW und SW Cross sind ganz auf die Bedürfnisse der Europäer zugeschnitten. Das ist umso beachtlicher, als dass diese Fahrzeuggattung in Russland und im Osten kaum Zuspruch findet, hier setzt man auf Stufenheck. Der Vesta SW aber ist anders, als man es von Lada erwarten würde. Schon optisch besticht er durch ein modernes Design, das von den Lada-Designern „X Design“ genannt wird. Gemeint sind die charakteristische Front und das Heck sowie die tiefen Sicken an der Seitenlinie. Auch innen sind neue Zeiten angebrochen.

Sitze mit bunten Applikationen, viele Ablagen und reichlich Raum auch im Fond garantieren den Passagieren ein bequemes Reisen. Dazu kommt noch eine wirklich reichhaltige Serienausstattung. Schon die Grundausstattung protzt mit ABS, ESP, Berganfahrhilfe, sieben Airbags, Licht- und Regensensor, Sitzheizung vorne usw. Bei der Topausstattung gibt’s sogar eine beheizte Frontscheibe, Sitzheizung auch hinten, Rückfahrkamera, Navi und vieles mehr. Der SW Cross bietet neben einer dezenten Höherlegung 17-Zoll-Felgen, eine Rundum-Beplankung aus Kunststoff, Unterfahrschutz sowie eine spezielle Abstimmung des ESP. Zudem ist das Kofferraumabteil reichlich bemessen und die Sitzbank im Verhältnis 40:60 umlegbar. Weiters bieten alle drei Modelle ein komplettes Reserverad, ein Novum in heutigen Zeiten. Die Technik kommt von der Allianz Renault/Nissan, zu der auch Lada seit 2012 gehört. Es gibt einen Vierzylinder mit 1,6 Litern Hubraum und 106 PS das maximale Drehmoment beträgt 148 Nm bei 4200 U/min. Das Getriebe ist entweder eine Fünfgang-Schaltbox, die manuell zu bedienen ist, oder ein ebenfalls fünfgängiges automatisiertes Schaltgetriebe mit elektrisch bedienter Kupplung. Die Vesta-Modellfamilie wird an der Front angetrieben, Allrad ist derzeit noch kein Thema, könnte aber kommen. Die Preise wirken mit 11.790 Euro für die Limousine, 12.750 Euro für den SW und 14.990 Euro für den SW Cross (alles Grundausstattung) auf den ersten Blick eher hoch, doch es gibt dafür einen immerhin 4,4 Meter langen Wagen mit viel Platz und exzellenter Ausstattung. Erfreulich kurz ist dagegen die Aufpreisliste, sie umfasst nur eine Anhängerkupplung, einen Flüssiggastank anstatt des Reserverades und eine Schutzfolie für die (eigentlich nicht vorhandene) Ladekante. Gebaut wird der neue Vesta in einer modernen Fabrik in Izhevsk in der russischen Provinz Udmurtien, in Tirol ist er derzeit nur bei einem Händler in Imst erhältlich.

Der Vesta SW.
- Werk



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