Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 09.02.2019


Motor News

Toyota lässt seinen Aygo glänzen

Frisch überarbeitet verfügt der Kleinste der Toyota-Flotte über modernste Sicherheits- und Multimediatechnik.

Der Toyota Aygo pflegt einen äußerst modernen Stil. Die Zweifarbenlackierung in Magenta gibt dem Flitzer zudem einen schrägen Touch.

© Reinhard FellnerDer Toyota Aygo pflegt einen äußerst modernen Stil. Die Zweifarbenlackierung in Magenta gibt dem Flitzer zudem einen schrägen Touch.



Von Reinhard Fellner

Innsbruck – Im Rennen um die Weltmarktführerschaft bleibt für Toyota immer ein Platz auf dem Treppchen. Auch sonst beweisen die Japaner mit Hybrid- und Wasserstoffantrieb in Serie, wo antriebsmäßig die technologische Zukunft liegen könnte. Trotzdem fühlten sich manche Kunden in Europa beispielsweise designmäßig etwas vernachlässigt. Toyota hat das nun erkannt und reicht nun mit dem neuen RAV4 und dem kommenden Corolla wieder fein gemachte Hingucker nach.

Die neue Designphilosophie durfte auch der gerade grundlegend überarbeitete Aygo einhauchen. So ziert Toyotas Kleinsten nun eine markante X-Front. Auch sonst spart die dreieinhalb-Meter-Karosse nicht mit scharfen Linien. Die Japaner bieten so – zusammen mit trendigen Farben – eine coole Alternative zu allen Putzigen im Kleinstwagensegment.

Dass gerade in diesem Fahrzeugbereich von den Herstellern kaum Geld verdient wird, ist bekannt. Umso erfreulicher, dass Toyota seinem Kleinsten nun eine umfangreiche Modellpflege angedeihen ließ und den Aygo nicht – wie so manchen Konkurrenten – verstauben lässt. Die Überarbeitung hatte es in ihrem Umfang in sich.

Die bereits erwähnte X-Front zieht beim ohnehin scharf gezeichneten Aygo nun noch mehr Blicke auf sich. Hinten und vorne (Tageslicht) gibt’s jetzt LED-Leuchten. Schon cool der Kleine. Wer sich dazu traut, kann den Dreieinhalbmeter zudem in modisches Magenta (Testwagen) oder hippes Cyanblau-Metallic einkleiden.

Viel wichtiger: Toyota hat auch technisch nachgebessert. So wurde nicht nur die Geräuschdämmung (da war in der Tat Aufholbedarf), sondern auch das Fahrwerk verbessert. Schon auf den ersten Metern im Stadtbereich fällt auf, wie gelassen der kurze Japaner über Unebenheiten aller Art dahinrollt. Jede unangenehme Härte wurde dem Agyo ausgetrieben – dazu bewahrt er aber eine Ruhe, die man dem Kleinen so gar nicht zugetraut hätte.

Dass der Aygo in der Stadt zu Hause ist, merkt man natürlich auch an seiner Wendigkeit mitsamt Wendekreis von gerade 10,2 Metern. Man wuselt geradezu durch die Stadt – auch ein Verdienst des hellwachen Dreizylinders, der mit strammen 72 PS für diese Klasse als mehr als ausreichend erscheint. 90 Prozent seiner 93 Newtonmeter stellt das Aggregat schon ab 2000 Touren zur Verfügung. Im Klang bleibt es freilich immer präsent, passt aber gut zu so einem Flitzer. In den Hintergrund rückt angesichts von Motorisierung mit Start & Stopp-Technik, schmaler Bereifung sowie gerade 910 Kilo Leergewicht hingegen der Verbrauch: Mehr als 5,4 Liter waren’s im TT-Test auch im nahezu reinen Stadtverkehr nicht. Dass Sicherheit heute auch in der Kleinstwagenklasse kein Fremdwort ist, zeigt die Überarbeitung des Toyota. So ist ab der Ausstattung „x-cite“ (sonst 400 Euro) ein Sicherheitspaket serienmäßig, welches ein Notfall-Bremssystem, einen Kollisionswarner, einen Pre-Crash-Bremsassistenten und sogar einen Spurwechselwarner beinhaltet.

Abgesehen von recht viel nacktem Blech schlägt im Fahrerbereich eine weitere große Stunde des Aygo. Bereits ab der Ausstattung „x-play“ (ab 12.530 Euro) hält der Toyota nämlich ein für diese Klasse wirklich tolles Sieben-Zoll-Multimedia-Gerät (von Pioneer) serienmäßig bereit. Damit lassen sich alle Inhalte des Smartphones (Apple oder Android) auf den Bildschirm spiegeln und auch übrige Funktionen kinderleicht bedienen. Eine selten gute Lösung, die auch in der Kompaktklasse keinesfalls deplaziert wirken würde. Dem nicht genug, bietet das System am Schirm sogar eine Rückfahrkamera für zentimetergenaues Einparken.

Ganz schön viel erwachsene Technik in so einem Kleinen. Dabei übertreiben es die Japaner nicht mit den Preisen. So ist der Dreitürer bereits ab 9990 Euro erhältlich. Der fünftürige x-play ist zudem mit 12.530 Euro schon recht attraktiv eingepreist. Sogar ein Leasingangebot für monatlich 99 Euro ohne Anzahlung gibt’s – alle haben drei Jahre Garantie.




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