Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 02.03.2019


Motor News

Der Zauber der Robust-Montur

Ford gönnte dem Edge einen Rundum-Feinschliff. Zu den Active-Versionen des Fiesta und des Ka Plus kommt jetzt der Focus in SUV-Verkleidung.

Ford Edge, Optik- & Technik-Lift: Die Kantigkeit durch Retuschen unterstrichen, die Kommunikativität nochmals erhöht.

© WerkFord Edge, Optik- & Technik-Lift: Die Kantigkeit durch Retuschen unterstrichen, die Kommunikativität nochmals erhöht.



Von Beatrix Keckeis-Hiller

Aigen im Ennstal – Noch ist der SUV-Boom offenbar nicht am Ende, bereits jeder dritte verkaufte Pkw fällt in diese einstige Nischen-Kategorie.

Dementsprechend richtet Ford sein Modell-Portfolio aus. An der Spitze der Robust-Modellfamilie firmiert der Edge. Dem hat man jetzt eine Aktualisierung verpasst. Sichtbar ist die an der Verschärfung der Exterieur-Kanten und einer Material-Auffrischung im Interieur. Zentrales Thema ist jedoch die Vernetzung, permanent bereitgestellt durch das so genannte „FordPass Connect Modem“. Das stellt nicht nur Internet-Verbindung via WLAN-Hotspot für bis zu zehn Endgeräte parat, das ermöglicht auch diverse Fernsteuerungsmöglichkeiten wie Öffnen & Schließen der Türen via Handy oder das Starten des Motors, etwa, um ihn im Winter vorzuheizen – was allerdings Sensibilität mit der Nachbarschaft erfordert. Voraussetzung dafür ist ein Automatikgetriebe, was im Falle der Österreich-Versionen des Edge ohnehin gegeben ist: Den europäisierten Amerikaner kann man nunmehr ausschließlich mit Achtstufen-Wandler in Kombination mit Diesel-Antrieb ordern. Damit stehen 238 PS aus einem 2,0-Liter-Vierzylinder-BiTurbo (mit SCR-Kat) an (plus 500 Nm). Dieses gut ausreichende Leistungsangebot wird im 2,2-Tonner elastisch umgesetzt, das hauseigene Allradantriebssystem der aktuellen Generation sorgt fürs Bereitstellen der jeweils erforderlichen Traktion. Dieses Gesamtpaket macht aus dem Edge zwar noch keinen Kurvenräuber, dafür erweist er sich einmal mehr als komfortabler Weitreise-Begleiter mit US-Touch. Samt grundsätzlich hohem Interieur- und Ausstattungskomfort. Ford Österreich offeriert ihn durchwegs in gehobenen Mitgift-Kategorien, das sind „ST Line“ und „Vignale“. Das inkludiert außer komfortablen Zutaten – Sitzheizung etc. – eine Fülle an elektronischen Assistenzsystemen, die den Edge auf Stufe zwei des automatisierten Fahrens führen können.

Der Prämisse, dass SUV nicht unbedingt mit Allrad einhergehen muss, dass der Zauber der Robust-Montur bloß mit Bodenfreiheit- und Sitzposition-Anhebung ausreichen kann (selbst wenn auch der EcoSport mittlerweile mit 4x4-System zu haben ist), entspricht Ford mit den „Active“-Derivaten. Bereits leicht abwegtauglich gemacht wurden in diesem Sinne im Frühjahr/Sommer des Vorjahres der Fiesta (in der Fünftür-Version) und der Ka Plus. Frisch hinzugekommen ist am Ende des Vorjahres eine entsprechende Variante des neuen Focus. Das Offert einer Rundum-Beplankung, angedeutetem Unterfahrschutz und drei Zentimetern mehr Bodenfreiheit gilt hier sowohl für den Fünftürer als auch für den Kombi (Traveller). Im Fahrbetrieb macht die leichte Karosserieanhebung keinen spürbaren Unterschied, die grundsätzlichen Focus-Eigenschaften wie knackige Fahrwerksabstimmung – auch in den beiden Zusatzmodi „Schnee & Nässe“ sowie „Schlechtwege“ –, präzise Lenkung und feinfühlige Bremsanlage werden dadurch nicht beeinflusst.

Ihren Markteinstand haben die Aktivitäts-Derivate und der aktuelle Edge bereits geliefert, Letzterer mit Beginn dieses Jahres.

Die Listenpreise: Edge ab 61.250 Euro, Fiesta ab 18.250 Euro, Ka Plus ab 13.290 Euro, Focus ab 25.800 (5-Türer) bzw. 27.300 Euro (Traveller).




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