Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 16.03.2019


Motor News

Renault und ÖAMTC: Das Gelbe vom Strom-Ei

Renault und ÖAMTC starten eine Strom-geladene Partnerschaft: Mit dem Zoë kann man E-Mobilität in der Praxis erfahren – und günstig leasen.

Renault stellt 22 Zoës in die acht Fahrtechnikzentren des ÖAMTC – zum aktiven Hineinschnuppern in den Umgang mit E-Mobilität.

© ÖAMTCRenault stellt 22 Zoës in die acht Fahrtechnikzentren des ÖAMTC – zum aktiven Hineinschnuppern in den Umgang mit E-Mobilität.



Von Beatrix Keckeis-Hiller

Teesdorf – Farblich passen sie zueinander wie – sprichwörtlich – ein Ei zum anderen: Renault und der ÖAMTC, auch wenn ihre markanten Gelbtöne in den Schattierungen unterschiedlich sind. Das ist aber nicht der Grund für die neue Kooperation zwischen dem Österreich-Importeur der französischen Fahrzeugmarke und dem heimischen Automobil-, pardon, Mobilitätsclub. Vielmehr geht es darum, das Thema Elektroauto und den Umgang mit der Elektromobilität breitflächig unter die Leute zu bringen.

Als Zugpferd steht der frontgetriebene Batterie-Stromer Zoë im Zentrum. Der im weitesten Sinn – strömungsgünstig – eiförmige City-Elektriker ist seit 2013 auf dem Markt, mittlerweile auf bis zu 109 PS Spitzenleistung und bis zu 41 kWh Akku-Kapazität erstarkt sowie auf bis zu 300 Kilometer Reichweiten-verlängert (lt. WLTP, lt. NEFZ: 370 Kilomete­r).

In 22-facher Ausführung stellt Renault diesen Stadt-Stromer dem ÖAMTC zur Verfügung: Gegen Voranmeldung können ab sofort all jene, die in den acht Fahrtechnikzentren des Landes zu Kursen antreten, ein komplettes Praxis-Programm absolvieren – sei es im Rahmen der verpflichtenden Mehrphasen-Führerscheinausbildung oder im Zuge eines Trainings- oder Auffrischungskurses. Der folgt auch mit dem Elektriker dem Standard-Muster, samt der üblichen Stationen, darunter Slalom, Rutschpiste, Schleuderplatte, Wasser-Hindernisse, Handling und so weiter. Spezielles Augenmerk wird auf die Besonderheiten eines Elektroautos gelegt: Beschleunigungs- und Bremsverhalten sowie die Feinheiten wie höheres Gewicht und Rekuperation. Auch sind energie­sparendes Fahren und Laden ein (Kurs-)Thema.

Ziel der Kooperation ist für Renault, den bisherigen Absatz von insgesamt 6.300 Elektromodellen seit 2013 – abgesehen vom Zoë sind da auch noch der Twizy, der Kangoo Z.E. und, neu, der Master Z.E. – weiter zu forcieren. Geschäftsführer Olivier Wittmann: „Die Kooperation ist für uns ein wichtiger Schritt – mit einem kompetenten Partner.“ Dem auf die Sprüng­e helfen soll ein spezielles Leasing-Angebot für ÖAMTC-Mitglieder, für 99 Euro monatlich (ohne Batterie-Miet- oder Kaufkosten). Für Club-Chef Oliver Schmerold bedeutet die Zusammenarbeit: „Unsere Mitglieder und generell alle Konsumenten könnten sich mit dem Thema Elektromobilität praktisch und hautnah vertraut machen.“

Zum Auftakt und zur Präsentation der Renault-ÖAMTC-Kooperation extr­a ins Fahrtechnikzentrum Teesdorf (NÖ) angereist ist Vincent Carré, bei der Rhombus-Marke verantwortlich für den Europa-Vertrieb und das -Marketing von E-Fahrzeugen, ebenso für Konnektivität und E-Mobilität: „Österreich ist für uns ein wichtiger Markt mit steigender Performance. Diese Zusammenarbeit ist ein starkes Zeichen.“

Karl-Martin Studener, beim ÖAMTC Leiter der Fahrtechnik, dazu: „Mit den 22 Zoës, die nach einem Schlüssel flächendeckend auf unsere acht Österreich-Standorte aufgeteilt werden, können wir mit unseren eigens geschulten Instruktoren das Thema Elektro­mobilität direkt an Konsumenten und Interessenten bringen und helfen, Vorbehalte und Schwellenängst­e auszuräumen.“

Hierzulande machten Batterie-elektrische Fahrzeuge in der Bilanz 2018 einen Gesamt-Pkw-Marktanteil von 1,5 Prozent aus, das sind 6.757 Fahrzeuge (2017: 5.433) – eine Steigerung um 24,4 Prozent (Quelle: Statistik Austria). Bezogen auf den Bestand waren es in Österreich per Ende 2018 20.831 E-Pkw (2017: 14.618) – ein Marktanteil von 0,4 Prozent (2017: 0,3 Prozent).