Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 06.07.2019


Audi

Audi SQ8: Bulliger Auftritt, supersportlicher Antritt

Audi bringt nach dem Q8 nun auch die „S“-Version mit einem bärenstarken Diesel unter der Haube.

435 PS stark ist der SQ8.

© Werk435 PS stark ist der SQ8.



Von Franz Farkas

Lourdes – Über den Sinn oder Unsinn von SUV-Coupés ist schon sehr viel geschrieben und diskutiert worden. Fakt ist: Sie werden gekauft. So wie der neue Audi Q8, dem nun ein Spitzenmodell zur Seite gestellt wird. Optisch halten sich die Änderungen gegenüber dem regulären Audi Q8 in Grenzen, sie entsprechen dem S-Line-Paket, das auch für die anderen Q8-Modelle erhältlich ist. Auffälligste Merkmale sind der Single-Frame-Grill in grauer Kontrastfarbe, der mittlerweile gigantische Ausmaße angenommen hat, es gibt auch Matrix-LED-Scheinwerfer. Am Heck fallen zwei Doppelrohr- Auslässe auf, über ein spezielles System kann der Klang des V8-Diesels verstärkt werden.

Der ist prinzipiell aus dem „normalen“ SQ7 bekannt, hat vier Liter Hubraum und verfügt über 435 PS. Allerdings gibt es hier nun einen Riemen-Starter-Generator, der den SQ8 zu einem Mild-Hybrid macht, der den Verbrauch um etwa 0,5 Liter auf 100 Kilometer senken soll. Angegeben werden von Audi übrigens 7,8 Liter. Als Mild Hybrid besitzt der SQ 8 auch ein 48-Volt-Bordnetz, das für eine weitere Besonderheit notwendig ist. Neben den zwei Abgasturboladern gibt es einen dritten Lader, der elektrisch angetrieben wird und in einigen Millisekunden auf unglaubliche 70.000 Umdrehungen beschleunigt. Das Ergebnis ist die komplette Vermeidung des so genannten „Turbolochs“ beim Anfahren. Und das ist auch perfekt gelungen. Geschmeidig und dementsprechend rasant beschleunigt das tonnenschwere Gefährt und ist in 4,8 Sekunden auf 100 km/h. Abgeriegelt wird aus Sicherheitsgründen bei 250 km/h, hierzulande ohnehin illusorisch. Allrad ist selbstverständlich serienmäßig an Bord, ebenso wie ein­e Luftfederung. Auf Wunsch kann noch eine Wankstabilisierung und eine Allrad­lenkung geordert werden. Für die Schaltvorgänge ist eine Achtstufen-tiptronic verantwortlich. Dazu kommen noch die üblichen Assistenzsysteme und eine komplexe Vernetzung in der Integration des Sprachassistenten Alexa.

Im Innenraum dominieren zwei Bildschirme und Leder das Ambiente, alles wirkt gediegen und wie aus einem Guss. Im Fahrbetrieb entpuppt sich der SQ8 trotz oder gerade wegen der Leistung als entspannter Gleiter, sowohl im Kurvengeschlängel der Pyrenäen als auch in der Stadt oder auf der Autobahn. Preise in Österreich sind noch nicht bekannt, aber sie werden sicher im sechsstelligen Bereich liegen, die Markteinführung wird voraussichtlich im September des heurigen Jahres sein.




Kommentieren


Schlagworte