Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 20.07.2019


Motor News

Proace Verso: Der Transport-Guru für alle Jahreszeiten

Mobile Raumwunder kann es nicht genug geben: Der Proace Verso von Toyota fährt optional mit Allradantrieb nahezu überall hin.

Sorglos mobil: Der fast fünf Meter lange Proace Verso (Medium) ist flexibel beim Transportinhalt und bei Transportwegen (dank Allrad).

© HöschelerSorglos mobil: Der fast fünf Meter lange Proace Verso (Medium) ist flexibel beim Transportinhalt und bei Transportwegen (dank Allrad).



Gnadenwald – Bei den Personentransportern hat sich in den vergangenen Jahren viel getan, um dem Platzhirsch T5/T6 Multivan den Markt streitig zu machen. Ein recht aktiver Mitspieler dabei ist die Groupe PSA, der es gelungen ist, auf der Plattform EMP2 nicht nur einen soliden Kleinbus zu gestalten, sondern ihn auch in verschiedenen Varianten zu fertigen. Dabei ist nicht nur die Längenvariatio­n angesprochen, sondern auch die Markenvielfalt. Für die Groupe PSA zählen dabei allein schon drei Modelle der hauseigenen Marken Peugeot, Citroën und Opel. Dazu kommen jeweils drei Fahrzeug­längen – und der Auftrag von Kooperationspartner Toyota, für die Japaner Platz zu lassen, um ein eigenes Derivat produzieren zu können: den Proace Vers­o. Auch dieser verfügt über drei Längen: Compact, Medium und Lang, außerdem über drei verschiedene Dieselmotorisierungen (120, 150 und 177 PS), schließlich über drei verschiedene Ausstattungsniveaus: Shuttle, Family und VIP. Der stärkste Selbstzünder ist ab Werk mit einer Acht­stufenautomatik kombiniert, der Rest fährt mit einem Sechsgang-Handschalter. So auch die Variation, die optional mit einem Allradantrieb bestückt werden kann: der 150 PS stark­e Ölbrenner.

Dieses Extra ist ein durchaus empfehlenswertes in unseren Breitengraden. Gebirgs- und Hügelstrecken wollen bezwungen werden, winters kann es recht rutschig werden. Dann zahlt sich das 4WD-Programm ebenso aus wie sommers, wenn es regennasse Fahrbahnen gibt und eine erhöhte Traktio­n bestimmt nicht von Nachteil ist. Nachteilig ist bei der Allrad­option des Proace Verso im Wesentlichen nur eines: der Preis. Der ist recht satt, netto sind mindestens 8910 Euro für den Umbau erforderlich. Weitere hilfreiche Extras wie eine 100-Prozent-Hinterachs-Differenzialsperre, eine zusätzliche Bodenfreiheit von 40 Millimetern und Schutzvorrichtungen am Unterboden schlagen mit weiteren Beträgen in jeweils dreistelliger Euro-Höhe nett­o zu Buche. Da der Grundpreis für den 4,96 Meter langen Medium-Proace-Verso mit Family-­Ausstattungsniveau bereits 44.190 Euro beträgt, nähert sich der 4x4-Interessent mit großen Schritten der 60.000-Euro-Marke.

Immerhin gibt es für den respektablen Betrag einen voluminösen Kleinbus mit acht Sitzplätzen und einem erstaunlich großen Laderaum. Beachtenswert ist allerdings, dass die Allradtechnik jenen Platz im Fahrzeugboden benötigt, der eigentlich für das Reserverad reserviert ist. Will man dieses mitführen, bietet sich der Koffer­raum an. (hösch)

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