Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 27.07.2019


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Auto Q3: Der sportliche Rücken wird entzücken

Audi reicht in seiner SUV-Familie mit dem kompakten Q3 Sportback einen optischen Knaller nach. Das SUV-Coupé übernimmt die Technik des Bruders.

Pikanter Neuzugang im Kompakt-SUV-Segment: der Q3 Sportback von Audi.

© AUDI AGPikanter Neuzugang im Kompakt-SUV-Segment: der Q3 Sportback von Audi.



Von Walter Schrott

Ingolstadt – Als ob die Temperaturen nicht ohnehin schon hoch genug wären, heizt Audi den Autofans noch zusätzlich ein. Unter dem Motto „Was der Mitbewerb kann, können wir auch“ bringen die Ingolstädter ein rassiges Derivat des Q3 auf die Straße und bedienen sich dabei der schon aus anderen Modellreihen bekannten Bezeichnung Sportback. Die Blickrichtung ist klar, der Neuzugang nimmt unter anderem den Mercedes GLA und den BMW X2 ins Visier.

Vorsicht, Nackenstarre droht, denn man dreht den Kopf nicht nur einmal um nach diesem optischen Knaller. Die Frontpartie übernimmt der Sportback vom „zivilen“ Q3. Aber er gibt sich mit dem achteckigen Singleframe-Kühlergrill samt schwarzem Gitter, markanten Lufteinlässen und expressivem Stoßfänger betont sportlich. Ab der A-Säule geht er eigene Wege und versprüht pure optische Dynamik. Die deutlich abfallende Dachlinie mündet in einen Dachkantenspoiler, unterstreicht den Coupé-Charakter und streckt in Verbindung mit der tiefer liegenden Schulterlinie den Fünftürer. Die markant ausgeformten Radhäuser, in denen sich je nach Ausstattung Räder zwischen 17 und 20 Zoll drehen, lassen Erinnerungen an den Ur-Quattro aufleben. Das muskulöse Heck mit niedriger Scheibe und Aeroblenden dehnt das SUV-Coupé in die Breite. Ein ausgesprochen skulpturaler Auftritt, der jede Menge Fahrspaß verspricht.

In der Länge hat der Sportback gegenüber dem Bruder um 16 Millimeter zugelegt, dafür ist er um sechs Millimeter schmaler und knapp 30 Millimeter flacher. Unverändert bleibt der Radstand mit 2,68 Metern. Auch das Kofferraumvolumen ist mit 550 Litern identisch. Lediglich wenn man bei umgelegten Rücksitzlehnen volle Ladekapazität abruft, muss man auf 100 Liter Ladevolumen verzichten. Ansonsten macht Audi beim Platzangebot keine Abstriche, die Rücksitzbank ist wie beim Q3 längsverschiebbar.

Serienmäßig kommt der Q3 Sportback mit Sportfahrwerk und Progressivlenkung. Auf Wunsch gibt es ein adaptives Fahrwerk mit Dämpferregelung. Je nach Fahrsituation, Straßenzustand und eigenen Vorlieben kann der Fahrer die Charakteristik seines Autos über das Fahrdynamiksystem Audi Drive Select in sechs Profilen variieren, darunter der Modus Offroad. Das System beeinflusst neben dem Motor- und Getriebe-Setup auch die elektronisch verstellbaren Stoßdämpfer und die Lenkunterstützung. Ebenfalls optional wird ein Bergabfahrassistent angeboten, der bei mehr als sechs Prozent Gefälle die vorgegebene Geschwindigkeit (bis maximal 30 km/h) durch gezielte Bremseingriffe konstant hält.

Dass in Sachen Infotainment alles vorhanden ist, was man vom Bruder kennt, versteht sich von selbst. Für maximale Sicherheit sorgen modernste Assistenzsysteme in Kompaniestärke, vier davon gehören zum serienmäßigen Lieferumfang.

Zum Marktstart stehen ein Benziner und ein Diesel zur Wahl. Mit 230 PS ist der 2.0 TFSI samt „quattro“-Allradantrieb das vorläufig leistungsstärkste Triebwerk. Der 2.0 TDI mit 150 PS vertritt zunächst die Selbstzünderfraktion. Bei beiden Versionen sorgt die bewährte Sieben-Gang-Doppelkupplungs-Automatik für die Kraftübertragung. Kurz nach dem Marktstart wird der Diesel auch mit manuellem Sechs-Gang-Getriebe und „quattro“-Allradantrieb verfügbar sein. Weitere Motorisierungen folgen im Laufe des Jahres, darunter ein leistungsstärkerer Diesel und ein Einstiegsbenziner, der mit einem 48-Volt-Mild-Hybrid-System kombiniert ist.