Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 27.07.2019


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Lotus meint es ernst mit rein elektrischem Supersportwagen

Vier Elektromotoren treiben das neue Lotus-Modell an, zusammen leisten sie 2000 PS.

© John WycherleyVier Elektromotoren treiben das neue Lotus-Modell an, zusammen leisten sie 2000 PS.



London – Mit Neuheiten hielt sich die Sportwagenmarke Lotus in der jüngeren Vergangenheit sehr zurück, dafür lässt es das Label jetzt richtig krachen – mit dem Modell Evija: Dabei handelt es sich um ein Hypercar, das rein elektrisch ausgelegt ist. Vier E-Motoren sind für den Vortrieb ausgelegt, sie leisten zusammen 2000 PS und können das Fahrzeug mithilfe einer Allradkonfiguration in weniger als drei Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen. Bis zu 320 km/h schnell kann der Supersportwagen sein. Die Leistung bezieht das Modell aus einem Lithium-Ionen-Akku, der mit einer Kapazität von 70 Kilowattstunden aufwarten kann. Lotus rechnet infolgedessen mit einer WLTP-Reichweite von rund 400 Kilometern. Das Laden erfordert eine Zeit von 18 Minuten, vorausgesetzt, der Evija-Eigner hat Zugang zu einer 350-Kilowatt-Ladesäule.

Allzu viele werden sich über einen Evija nicht freuen können, denn der Preis ist hoch, die Produktionszahl dagegen klein. Der Produzent rechnet mit einem Nettopreis von 1,7 Millionen Pfund (1,91 Millionen Euro). Dann kommen noch jeweils landesbezogene Steuern und Abgaben hinz­u. Außerdem wird es nicht mehr als 130 Evija-Exemplare geben – mit der Herstellung wird 2020 begonnen. (hösch)

Das Cockpit dürfte ebenso Begehrlichkeiten wecken wie das Evija-­Außendesign – nur 130 Fahrzeuge will Lotus produzieren.
Das Cockpit dürfte ebenso Begehrlichkeiten wecken wie das Evija-­Außendesign – nur 130 Fahrzeuge will Lotus produzieren.
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