Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 31.08.2019


Skoda

Kamiq: Skoda spielt die nächste Trumpfkarte

Mit dem neuen Kamiq rundet die tschechische Erfolgsmarke ihr SUV-Angebot ab.

Der flotte Hochsitzer punktet mit Design, Technik und Vielseitigkeit.

Der Dritte im Bunde: Skoda stellt seinen SUV mit dem Kamiq einen ansehnlichen kleinen Bruder zur Seite.

© WerkDer Dritte im Bunde: Skoda stellt seinen SUV mit dem Kamiq einen ansehnlichen kleinen Bruder zur Seite.



Von Walter Schrott

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Straßburg – Škoda segelt permanent im Aufwind und eilt absatzmäßig von Rekord zu Rekord. Kein Wunder, denn die Autos aus Mlada Boleslav sind – abgesehen von ihren technischen Qualitäten – echte Designknaller geworden. Glasklar gezeichnet wie der berühmte böhmische Kristall, stimmig in den Proportionen und frei von kurzlebigem Schnickschnack haben sie die Zeitlosigkeit gepachtet.

Dieser Designphilosophie folgt auch der brandneue Kamiq, der nach Kodiaq und Karoq als drittes Modell das SUV-Angebot der Tschechen abrundet. Mit gut 4,20 Metern Länge ist er der Junior im SUV-Dreigestirn, dennoch steht er erstaunlich erwachsen auf den bis zu 18 Zoll großen Rädern. Škoda ordnet den Kamiq den City-SUV zu, die mit erhöhter Sitzposition zu wahren Zulassungsstürmern geworden sind. Ein Plus an Bodenfreiheit erlaubt zwar auch Ausflüge auf asphaltbefreite Wege, Allradantrieb als Lizenz für gröbere Einsätze ist aber kein Thema.

Auch wenn der Familienlook den Ton angibt, der Newcomer setzt auch spezifische Akzente. Die stark konturierte Motorhaube, vor allem aber die geteilten Frontleuchten mit obenliegenden Tagfahrlichtern verleihen dem Kamiq eine eigenständige Identität. Am Heck fallen die neu interpretierten Rückleuchten in der markentypischen C-Form auf. Außerdem ersetzt dort – wie bei allen neuen Modellen – der Škoda-Schriftzug das Logo mit dem fliegenden Pfeil.

Das Interieur mit hohem Wohlfühlfaktor hat der Kamiq weitgehend vom Kompakt-Cousin Scala übernommen. Die Wertigkeit der Materialien und die blitzsaubere Verarbeitungsqualität würden auch in höheren Fahrzeugklassen eine gute Figur machen. Das Cockpit wartet sogar mit weichen Oberflächen auf, in dieser Liga keine Selbstverständlichkeit. In Sachen Infotainment und Konnektivität setzt der Kamiq auf neueste Technologien. Verfügbar sind dafür Displays von 6,5 bis 9,2 Zoll. Das Platzangebot ist üppig, man darf auf bequemen und großzügig geschnittenen Sitzen Platz nehmen. 400 Liter Ladung passen in den Kofferraum, bei umgelegten Rücksitzlehnen sind es bis zu 1395 Liter. Wer sich für eine umklappbare Beifahrersitzlehne (Option) entscheidet, kann sperrige Sachen bis zu 2,44 Metern Länge im Auto transportieren.

Sicherheit wird großgeschrieben. Spurhalte-Assistent, Frontradar mit City-Notbremsfunktion und Fußgängerschutz sowie eine Multikollisionsbremse sind serienmäßig an Bord. Ebenso Scheinwerfer und Heckleuchten in LED-Technologie. Weitere Assistenzsysteme finden sich im kostenpflichtigen Optionen-Angebot. Ebenso viele nützliche Extras wie eine elektrische Heckklappe.

Die Triebwerkpalette umfasst drei aufgeladene Benziner mit 95, 115 und 150 PS, einen Diesel mit 115 PS und eine 90 PS starke Erdgasversion. Die Kraftübertragung besorgen je nach Modell manuelle 5- und 6-Gang-Getriebe oder die bewährte 7-Gang-Doppelkupplungsautomatik. Wer es sportlich liebt, kann ein um zehn Millimeter tiefer gelegtes Sportfahrwerk ordern, bei dem per Knopfdruck die Modi Normal und Sport abgerufen werden können.

Die Prüfung auf ersten Testkilometern hat der Kamiq mit Bravour bestanden. Die quirligen Motoren sorgen für rasanten Vortrieb, das neu entwickelte Fahrwerk liefert eine feine Balance aus Komfort und Fahrdynamik. Taufpaten für den Kamiq waren übrigens – wie auch beim Kodiaq und Karoq – die Inuit, die in arktischen Regionen in Kanada und Grönland leben. In ihrer Sprache steht Kamiq für etwas, das perfekt passt. Das bescheinigen wir gerne. Markteinführung ist am 27. September, die Preise starten bei 19.570 Euro.




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