Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 07.09.2019


Dreiergespann

Hyundai: Auffrischung, Ergänzung und Premiere

Hyundai wertet den Ionic Electric mit mehr Reichweite auf, erweitert die Kona-Palette um einen Hybriden und zeigt erstmals den Nachfolger des Kleinwagens i10.

Der Kona erhält eine neue Antriebsart.

© HerstellerDer Kona erhält eine neue Antriebsart.



Von Stefan Pabeschitz

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Amsterdam – Die Auszeichnung als effizientestes E-Auto hat der ADAC dem Hyundai Ionic bereits 2017 verliehen. Dass er nun ein Reichweiten-Update erhält, beweist, wie schnell die Entwicklung auf diesem Sektor vorangaloppiert. Äußerlich ist der flache Viertürer vor allem an der neuen Leuchtengrafik vorne und hinten mit den auffälligen LED-Doppelwinkeln zu erkennen. Das überarbeitete Armaturenbrett wirkt mit seinem horizontalen Dekorelement gestreckter, die digitalen Anzeigen mit dem 10,25-Zoll-Zentraldisplay und dem 7-Zoll-Instrumentenschirm übersichtlicher. Das Navigationssystem ist mit den teilautonomen Funktionen wie etwa dem Abstandstempomat gekoppelt und reagiert nun auch proaktiv auf Verkehrsfluss-Infos und topografische Anforderungen wie etwa Steigungen oder Gefälle.

Am aktiven Fahrverhalten hat sich so gut wie nichts geändert – der Ionic lässt sich nach wie vor sowohl wie ein herkömmlicher Pkw als auch im Ein-Pedal-Modus mit maximaler Rekuperation äußerst entspannt bewegen. Die Reichweite beträgt rechnerisch 311 Kilometer, 31 mehr als bisher, die Leistungsausbeute aus dem E-Motor an der Vorderachse liegt nun bei 136 PS, ein Plus von 16. Die neue flüssigkeitsgekühlte Batterie mit 38,5 kWh lässt sich dank Onboard-Charger an der Haushaltssteckdose in etwas mehr als sechs Stunden vollständig aufladen, an einer Schnellladestation in zirka einer Stunde. Der Einstiegspreis des in Reichweite, Leistung und Ausstattung erweiterten Ionic liegt nun bei 37.490 Euro und damit um 2000 Euro höher als bisher.

Der i10 startet als neue Generation
Der i10 startet als neue Generation
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Das 2017 präsentierte Kompakt-SUV Kona war bisher sowohl mit Verbrennungsmotor als auch als vollelektrische Variante im Angebot, nun ergänzt ein Hybrid die Palette. Die maximale Systemleistung aus dem 1,6-Liter-Benziner und dem 32-kW-E-Motor, beide die Vorderachse antreibend, beträgt 141 PS und 265 Newtonmeter. Die sehr gelungene Kombination mit dem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe ist bereits aus dem Ionic Hybrid bekannt und passt auch zum SUV-Charakter ausgezeichnet. Naturgemäß verleitet die Leistungsausbeute nicht unbedingt zu Heldentaten, dafür ist das Handling außerordentlich gutmütig und der Fahrkomfort über dem Klassenschnitt angesiedelt. Beim flinken Mitwuseln im Verkehrsfluss in und um die niederländische Hauptstadt standen am Ende deutlich unter vier Liter Durchschnittsverbrauch – auch das Ausprobieren des mit den Lenkrad-Paddles oder am Automatikwählhebel zu aktivierenden Sportmodus und ein paar flottere Passagen zwischen den Vororten haben den Durst nicht merkbar gesteigert. Der Kona Hybrid ist ab 27.990 Euro und somit zum exakt selben Tarif wie der technisch idente Ionic Hybrid eingepreist.

Vom i10 steht die dritte Generation ins Haus. In einer Vorpremiere noch vor der Präsentation auf der IAA war bereits eine erste Sitzprobe möglich. Der Einsteiger-Hyundai ist zugleich knubbeliger als auch schnittiger geworden und geizt dafür auch nicht mit Design-Reizen: Die schon von der vorigen Generation bekannten LED-Rundleuchten vorne sind nun dominanter, der Kühlergrill breiter und die Flanken mit starken Konturen einprägsamer. Bei annähernd gleichen Abmessungen außen ist der Radstand um vier Zentimeter gewachsen, die Dachhöhe geringfügig niedriger ausgefallen. Drinnen fällt der in einer Box mit den Instrumenten platzierte Zentralbildschirm auf. Trotz einfacher Materialien wirkt das Interieur ansprechend. Der neue kleinste Hyundai startet mit der Vienna Autoshow am 18. Jänner 2020 auf den Markt, Preise wurden noch nicht genannt.

Der Ioniq glänzt mit einem Update.
Der Ioniq glänzt mit einem Update.
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