Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 05.10.2019


Motor News

BMW X1: Publikumswirksam moderner

Mit einem Update hat BMW sein erfolgreiches kompaktes Sport Utility Vehicle der zweiten Generation versehen – richtig spannend wird es aber nach Jahreswechsel: Dann folgt eine Plug-in-Hybrid-Variante des X1.

Vorsichtig hat BMW den X1 außen modifiziert, innen gibt es neuartige Technik; die Motoren sind effizienter geworden.

© WerkVorsichtig hat BMW den X1 außen modifiziert, innen gibt es neuartige Technik; die Motoren sind effizienter geworden.



Von Markus Höscheler

Garching – Wie andere Hersteller auch steht die BMW Group unter Zugzwang: Der Konzern muss auf die sich verschärfenden Umweltbestimmungen reagieren, sofern er Strafzahlungen infolge zu hoher CO2-Durchschnitts-Emissionen je Neufahrzeug vermeiden will. So verstärkt der süddeutsche Autobauer seine Anstrengungen hinsichtlich der Elektrifizierung seines Angebots – auch wenn zuletzt Meldungen aufgetaucht sind, dass ausgerechnet vom Imageträger i3, einem rein elektrisch fahrenden Kleinwagen, kein Nachfolger mehr entstehen werde.

Kurzfristig setzt BMW folglich auf mehr Plug-in-Hybride, verteilt auf unterschiedliche Baureihen. Ein Beispiel hierfür ist der X1, der ab März 2020 auch als Plug-in-Hybrid fahren wird. Die Rede ist vom 220 PS starken X1 xDrive25e, die Kombination aus Benzin- und Elektromotoren ist mit einem genormten Durchschnittsverbrauch von 2,0 Litern je 100 Kilometer und einem CO2-Ausstoß von 43 Gramm je Kilometer gesegnet – sofern der Nutzer im Pendlermodus eifrig dabei ist, den Lithium-Ionen-Akku immer wieder zu laden, um die rein elektrische Reichweite von rund 50 Kilometern ausnützen zu können.

Bevor es so weit ist, müssen X1-Interessenten auf verhältnismäßig verbrauchsgünstige Verbrennungsmotoren zurückgreifen, die in den eben erst überarbeiteten Fahrzeugen die neuesten Abgasnormen Euro 6d-TEMP oder 6d einhalten.

Das Leistungsspektrum reicht von 116 bis 231 PS und umfasst aufgeladene Benzin- und Dieselmotoren mit drei beziehungsweise vier Zylindern. Das am wenigsten anspruchsvolle Triebwerk ist der Diesel, der im sDrive16d am Prüfstand zwischen 4,1 und 4,4 Liter Treibstoff je 100 Kilometer benötigt und dabei je Kilometer zwischen 107 und 116 Gramm Kohlendioxid je Kilometer emittiert. Dabei ist es einerlei, ob die Vorderradantriebsvariante mit einem manuellen Sechsgang-Schalter oder einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe zusammengespannt ist.

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Drei weitere Ölmotoren sind mit 150, 190 und 231 PS erhältlich, außerdem bietet BMW den X1-Benziner mit 140, 192 und 231 PS an. Die beiden 231-PS-Ausführungen sind immer mit xDrive-Allradtechnik versehen, bei den anderen hat der Käufer die Wahl zwischen xDrive und Vorderradantrieb.

Unabhängig von der Aggregate-Auswahl zeigt sich der X1 in verfeinerter Form: Von den Änderungen betroffen sind unter anderem der Doppelnieren-Kühlergrill, die unteren Lufteinlässe, die Nebelleuchten und auch die Heckgestaltung. Neu ins Lackierungsprogramm gehoben haben die BMW-Verantwortlichen drei Außenfarben: Jucarobeige, Misano Blau metallic und Strom Bay metallic.

Im Innenraum überzeugt ab Werk ein 6,5 Zoll großes Control Display – das auf Wunsch einem 10,25 Zoll großen Touch Control Display weicht, um Navigationsdaten in bestechend klarer, hochauflösender und farbenprächtiger Form darzustellen.

Die X1-Preisliste beginnt mit 33.800 Euro für den sDrive16d (116 PS, Fronttriebler) mit Basisausstattung. xDrive-Allrad ist ab 40.300 Euro im xDrive18d (150 PS) erhältlich.




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