Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 02.11.2019


Nutzfahrzeuge

Skoda Oktavia: Ein Oktavensprung nach oben

Startschuss für die vierte Generation des Škoda Octavia: Das meistverkaufte Auto Österreichs wird in allen Details besser – und noch praktischer.

Noch gut getarnt, aber schon bald erhältlich: der neue Skoda Octavia mit behutsamer Design-Erneuerung, gehobener Innenausstattung, Digital-Offensive und dem bisher umfangreichsten Angebot an Antriebsarten.<span class="TT11_Fotohinweis">Foto: Werk</span>

© Noch gut getarnt, aber schon bald erhältlich: der neue Skoda Octavia mit behutsamer Design-Erneuerung, gehobener Innenausstattung, Digital-Offensive und dem bisher umfangreichsten Angebot an Antriebsarten.Foto: Werk



Von Stefan Pabeschitz

Siena – Noch vor der Präsentation in Prag am 11. November gestattete Škoda einen ersten Blick auf die neue Generation des Octavia. Der Mittelklasse-Allrounder ist – dem SUV-Trend zum Trotz – nach wie vor das zentrale Modell der Palette, für das sich mehr als ein Drittel aller Škoda-Kunden weltweit entscheiden. Obwohl die aktuelle Baureihe nun im Auslaufen begriffen ist, führt sie die Zulassungsstatistik in Österreich an – noch vor dem ebenfalls ablösebereiten VW Golf VII.

Das Design wurde rundum geschärft, der Kühlergrill ist nun wesentlich konturierter, die Scheinwerfer schmaler angeschnitten und mit neuester Technik bis hin zu Matrix-LED bestückt. Das bulliger ausgestellte Heck erinnert ein wenig ans Volvo-Design, die serienmäßigen LED-Leuchten liegen waagrecht und sind zwischen Karosserie und Heckklappe zweigeteilt. Bei nur zwei Zentimetern Wachstum in der Außenlänge legt der Neue beim Platzangebot drinnen deutlich zu, auch der Kofferraum wächst auf 640 Liter beim Kombi und 600 Liter bei der Limousine.

Drinnen sorgen hochwertige Softtouch-Oberflächen und optionale Dekors aus Stoff, Holz oder Aluminium sowie zahlreiche liebevoll gestaltete Details für eine elegante Atmosphäre eine Klasse über der bisherigen Octavia-Norm. Angesichts des eher billigen Hartplastik-Interieurs der letzten VW-Modelle, mit dem künftig wohl auch der Golf VIII auskommen muss, hebelt sich Škoda damit in der Konzern-Hierarchie de facto über die Muttermarke – zumal die Tschechen dieselbe Digitalausrüstung anbieten, es hier also keinen Standesunterschied mehr geben wird. Dazu gehören unter anderem eine hochwertige Sprachsteuerung und Cloud-Anbindung, die etwa aktuelle Verkehrsinfos, Navigationsfunktionen und eine mittels Usernamen und PIN-Code auf andere Autos übertragbare Fahrzeugkonfiguration beinhaltet. Auch das Nachkaufen diverser Funktionen mittels Software-Download wird möglich sein – wer schlau kalkuliert, kann die NoVA damit künftig also zumindest teilweise austricksen.

Die Antriebspalette umfasst Benziner mit 110, 150 und 190 PS, in Kombination mit der 7-Gang-Doppelkupplungsautomatik werden sie von einem 48-Volt-Mildhybrid-System unterstützt, das mehr Anfahrschub und nahtloses Umschalten in einen spritsparenden Segelbetrieb ermöglicht. Die Diesel zu 115, 150 und 200 PS sind nunmehr sämtlich 2-Liter-Aggregate, die beiden stärkeren optional mit Allradantrieb erhältlich. Ergänzend kommen im Laufe des Jahres 2020 eine Erdgas-Version mit 130 PS sowie zwei Plug-in-Hybride zu 204 und 245 PS kombinierter Systemleistung aus Verbrennungs- und E-Motor dazu. Freunde der beliebten Varianten Scout und RS werden ebenfalls 2020 bedient.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Die ersten Testkilometer in noch getarnten Fahrzeugen hinterließen den Eindruck einer auffallend hochwertigen Dämmung und Geräuschentkopplung. Die Dieselmotoren mit der neuesten doppelten AdBlue-Nachbehandlung haben die Antrittsschwächen der aktuellen Selbstzünder-Generation wieder ein wenig aufgeholt, wenn auch noch nicht vollständig wettgemacht. Absolut überzeugen konnte dagegen der 1,5-Liter-TSI-Motor mit seiner homogener Kraftentfaltung.




Kommentieren