Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 06.05.2017


umweltfreundliche Mobilität

Alternativen gewinnen an Fahrt

Volkswagen setzt verstärkt auf Erdgasantrieb, die Tiwag weitet das E-Tankstellennetz aus.

© ATP/GraubnerEher stiefmütterlich behandeln die meisten Autokonzerne bisher das Thema Erdgasmobilität.



Innsbruck, Frankfurt – Allein was das Angebot anbelangt, war der Volkswagen-Konzern bei Fahrzeugen mit Erdgasantrieb nicht so schlecht aufgestellt – für die ganz große Show reichte es aber nicht, zumal Fiat in dieser Disziplin die Nase vorne hat. Nun jedoch scheint Vorstandsvorsitzender Matthias Müller mehr Druck machen zu wollen. Gemeinsam mit Betreibern von CNG-Tankstellen (CNG steht für Compressed Natural Gas) und Gasnetzanbietern unterzeichnete der Wolfsburger Konzern eine Erklärung zum Ausbau der Erdgasmobilität. Bis zum Jahr 2025 soll die CNG-Fahrzeugflotte allein in Deutschland auf eine Million Fahrzeuge erhöht werden, eine Verzehnfachung des jetzigen Bestandes. „Die kurzfristige Verfügbarkeit macht Erdgas zu einem wichtigen Baustein unserer Gesamtstrategie zur umweltfreundlichen Mobilität der Zukunft“, erklärt Ulrich Einhorn, beim Volkswagen-Konzern Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung.

Auf eine andere Sorte von alternativen Antrieben setzt erwartungsgemäß der Tiroler Stromanbieter Tiwag – das landeseigene Unternehmen kooperiert mit der heimischen Supermarktkette MPreis, was darin mündet, dass an circa zehn Standorten in Nord- und Osttirol zusätzliche Tiwag-Ladesysteme errichtet werden. „Mit unserer bedarfsgerechten Verdichtung sind wir auf einem guten Weg“, gibt sich Tiwag-Chef Erich Entstrasser via Presseaussendung überzeugt. Und MPreis-Geschäftsführer Peter Paul Mölk bekundet: „Wir wollen im Bereich der Elek­tromobilität eine Vorreiterrolle einnehmen.“ (hösch)