Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 02.05.2015


Ratgeber

Alltagsmeister mit Luxus-Optionen

Der Nissan X-Trail sieht besser aus als je zuvor. Außerdem kann er in Sachen Variabilität und Technik punkten.

© LetznerAuf den ersten Blick sieht der Nissan X-Trail seinem kleinen Bruder sehr ähnlich. Er weiß aber dennoch zu überzeugen.Foto: Letzner



Von Lukas Letzner

Innsbruck – Der Nissan X-Trail wurde beim letzten Modellwechsel ordentlich überarbeitet und durfte nur sein Format und seinen Namen behalten. Zudem mutierte er zu einem Sieben-Sitzer und löste so gleich noch den kleineren Bruder im XXL-Format, den Qashqai +2, ab. Das soll den einen oder anderen Van-Liebhaber zum SUV-Jünger werden lassen. Im Nachhinein betrachtet wurden schon schlechtere Entscheidungen getroffen, denn man kann zu Recht sagen, dass der aktuelle X-Trail in jeder Hinsicht gewonnen hat. Die auffälligste Änderung betrifft sicher die Optik. Die kantigen Formen des Vorgängers mussten der aktuellen Designlinie weichen. Wäre da nicht das eigenständig gezeichnete Heck, man könnte glauben, der X-Trail ist einfach der größere Qashqai. 

Hinter der Fassade verstecken sich allerdings einige Details, über die der kleine Bruder nicht verfügen darf. Vor allem in puncto Variabilität hat der Große die Nase vorne. So lassen sich die Sitze der zweiten Reihe längs verschieben, wodurch in der dritten Reihe zumindest Kinder ein räumliches Auskommen finden. Sind diese umgeklappt, so kann man auf ordentliche 550 Liter Stauraum zurückgreifen. Wem das noch nicht genug ist, der legt einfach die mittleren Lehnen um und der X-Trail lässt locker-lässig 1980 Liter verschwinden. Ein weiteres Highlight ist das neue NissanConnect Navigationssystem inklusive Around View Monitor. Dank ihm hat man auch auf engstem Raum alles im Blick und läuft nicht Gefahr, irgendwo anzuecken. Smartphone-Integration und Google Services sind ebenso mit dabei.

Hinter der neuen Front unseres X-Trail arbeitet wieder der 1,6 Liter große Selbstzünder. Eine andere Motorisierung ist momentan nicht verfügbar. Der Diesel leistet aber ordentliche 130 PS und schickt in unserem Fall ein maximales Drehmoment von 320 Nm an die vorderen Räder. Das, und die Tatsache, dass unser Japaner über ein stufenloses Automatikgetriebe verfügt, macht den X-Trail ziemlich einzigartig.

Der Diesel klingt auf den ersten Metern zwar etwas rau, im Stadtbetrieb verhält er sich allerdings weitgehend unauffällig. Der Motor will allerdings bei Laune gehalten werden, denn im unteren Drehzahlbereich ist er mit dem Gewicht von 1,6 Tonnen etwas überfordert. Wie bereits erwähnt, wird das Aggregat mittels stufenlosem Getriebe (bei Nissan hört dieses auf den Namen X-Tronic) mit dem Antriebsstrang verkuppelt. Dank den sachte simulierten Schaltstufen erfolgt der Gangwechsel weitgehend unbemerkt, nur wenn man es eilig hat, geht der Gangwechsel etwas ruppiger vonstatten.

Zu haben ist der X-Trail übrigens ab 27.990 Euro. Die von uns gefahrene Tekna-Ausstattung kostet zwar gut 12.000 Euro mehr, doch die Extras können sich sehen lassen.




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