Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 12.12.2015


Test

Koreaner frischen ihren kompakten Rio auf

Der Rio ist Kias Antwort auf VW Polo und Konsorten. Für das heurige Modelljahr schärfte man das Design und das Cockpit.

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© Letzner



Inzing – Das Kleinwagen-Segment ist umkämpft wie kein anderes und als Hersteller hat man wahrlich Mühe, Schritt zu halten. Vier Jahre sind da wirklich eine lange Zeit. So lange hat es allerdings gedauert, bis Kia seinem kompakten Rio ein längst fälliges Update spendiert hat. Jetzt will man den kleinen Koreaner aber wieder zwischen Polo und Konsorten parken. Wir haben uns den gelifteten Rio genauer angesehen. Von außen ist die Operation jedenfalls geglückt. Mit wenigen Kunstgriffen haben es die koreanischen Designer geschafft, den Rio auf die Höhe der Zeit zu heben. Sein neuer Grill ist komplett in Schwarz gehalten und die Nebelscheinwerfer bekamen chromfarbene „Flaps“, die dem Rio den notwendigen Pep verpassen. Zudem sieht er, aufgrund seiner ausgestellten Stoßfänger, breiter aus als vorher.

Die Technik

Motor: Vierzylinder-Diesel

Hubraum: 1396 ccm

Drehmoment: 220 Nm bei 1750 U/min

Leistung: 66 kW/90 PS

L/B/H: 4050/1720/1455 mm

Gewicht: 1240/1690 kg

Kofferraumvolumen: 288 – 923 l

Tankinhalt: 43 l

Höchstgeschwindigkeit: 169 km/h

0 – 100 km/h: 14,2 Sekunden

Verbrauch: 5,1 l/100 Kilometer

Kraftübertragung: Vorderradantrieb

Preis: 20.340 Euro

CO2-Emission: 98 g/km

Für den notwendigen Vorwärtsdrang in unserem Rio sorgte der 90 PS starke 1,4-Liter-Diesel, der schon in den Vorgängermodellen sein Tagwerk verrichtete. Das Aggregat wurde lediglich auf Effizienz getrimmt und produziert nun etwas weniger CO² als bisher. Das Aggregat ist perfekt, um im Stadtverkehr mitzuschwimmen. Der Vierzylinder läuft ruhig und schickt sein maximales Drehmoment von 220 Nm schon knapp über der Leerlauf-Drehzahl an die vorderen Räder. Passiert man jedoch das Ortsschild, dann sollte man sich keine Beschleunigungsorgien erwarten. Für den Standardsprint braucht der kleine Koreaner nämlich 14,2 Sekunden.

Im Innenraum gibt sich der Rio sehr geräumig und groß gewachsene Fahrer finden leicht das Auskommen. Alle Instrumente sind übersichtlich angeordnet und man findet sich recht schnell zurecht. Lediglich den Knopf für die äußerst angenehme Lenkradheizung sucht man ein wenig länger. Der versteckt sich nämlich unter dem Lenkrad.

Überzeugen kann der Rio, wenn es um die Ausstattung geht. Bei der von uns getesteten Gold-Variante sind neben Start-Stopp-Automatik und LED-Tagfahrleuchten unter anderem auch Parksensoren, Tempomat und Sitzheizung mit an Bord. Zusätzlich sollte man das optionale Technik-Paket ordern. Dann kann man sich nämlich über ein 7-Zoll-Navi und Rückfahrkamera freuen.

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Zu haben ist die Basisversion bereits ab 13.190 Euro. Der von uns gefahrene 1,4-Liter-Diesel in der Gold-Ausstattung kostet dann 20.340 Euro (Technikpaket inklusive). (luc)




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