Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 24.06.2017


Test

Outlander als Weichspüler aller Bedürfnisse

SUV-Experte Mitsubishi ließ in die Überarbeitung des Outlander über 100 Änderungen einfließen. Mit Erfolg.

null

© Reinhard Fellner



Innsbruck – Ja, es gibt sie noch: die Käufer, die sich ein SUV anschaffen wollen, weil sie es wirklich brauchen. Willkommen im Mitsubishi Outlander. SUV- und Geländepionier Mitsubishi weiß, worauf es ankommt. Dem 4,7-Meter-Outlander ließ man nun zudem eine Überarbeitung mit 100 Änderungen angedeihen. Effektive Geräuschdämmung sorgt für Ruhe, eine straffere Abstimmung für wankfreie Straßenlage. Dazu sorgt eine Armada von Assistenzsystemen vom Radartempomaten mit Distanzregelung über eine Einparkhilfe bis zum Spur­halteassistenten für Sicherheit in allen Situationen. Geht es ins Gelände, so ist der Outlander jedoch so richtig in seinem Element. Mit 1610 Kilogramm für diese Größe beileibe kein Schwergewicht, wuchtet sich das SUV über jeden noch so steilen Feldweg. 190 Millimeter Bodenfreiheit, kurze Überhänge und ein ausgeklügelter, elektronisch geregelter Allradantrieb mit manuellen Einstellmöglichkeiten je nach Terrain unterscheiden den Mitsubishi von so manchem höhergelegten Kombi-Mobil, das sich heute SUV nennt.

Unterstützt wurde der Vortrieb im TT-Testwagen von einem bärig agierenden 2,2-Liter-Diesel, der 150 PS und 360 Newtonmeter auf eine fein schaltende Sechsgang-Automatik überträgt. Das lässt schnell Gelassenheit und Zufriedenheit aufkommen, und ein bisschen Souveränität. Zumal auch der Verbrauch mit 7,8 Litern in erfreulichen Grenzen bleibt.

Keine Grenzen gibt es hingegen beim Platzangebot. Hier zeigt sich der auch als Siebensitzer Erhältliche als wahrer Praktiker. Die dritte Sitzreihe ist freilich eher etwas für größere Kinder.

Ein bisschen Zuwendung benötigt hingegen das neue Multimediasystem. Es beherrscht zwar etliche Funktionen, verlangt jedoch auch nach Konzentration und etwas Übung bei der Eingabe – vor allem während der Fahrt. Ansonsten alles gut, es herrschen rätselfreie Bedienung und Ergonomie. Der ein oder andere Pieps gehört bei einem Japaner einfach dazu. Wie auch fünf Jahre Garantie und jahrelang zuverlässige Fahrt.

Wählt man quasi Vollausstattung, so ergibt das 44.590 Euro. Ab 21.990 Euro geht’s mit Frontantrieb los. (fell)