Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 17.03.2018


Test

Kias kleiner Hochsitz

Kia bläst im derzeit hippsten Fahrzeugsegment zum Angriff: den Subkompakt-SUVs. Mit dem Stonic wollen sich die Koreaner ihr Stück vom Kuchen sichern.

© LetznerAuch wenn der Kia Stonic momentan nur mit Frontantrieb zu haben ist: Der Offroadlook steht ihm richtig gut.Foto: Letzner



Von Lukas Letzner

Inzing – Der Trend bei den Autos geht momentan klar in Richtung der kleinen Grenzgänger. Sie sind im Begriff, die Städte zu erobern, und wie man das am besten angeht, haben Renault und Peugeot vorgemacht. Jetzt zieht die Konkurrenz nach, und zwar ordentlich. Jeder namhafte Hersteller hat mittlerweile einen kleinen Hochsitz im Programm. So auch Kia, die kurzerhand dem Rio höhere Stelzen und eine stilechte Plastikbeplankung verpasst haben. Mit dem Stonic sind die Koreaner jetzt jedenfalls am automobilen Puls der Zeit angekommen und wir durften den Koreaner kürzlich zum Test einladen.

Schon im Stand gefällt uns der Stonic richtig gut. Der Kia-­typische Grill mit der auffälligen Chromspange wird von den zwei hoch angebrachten, aber sehr flach gestalteten Scheinwerfern eingefasst. Zusammen sorgen sie für den sehr breiten und eigenständigen Auftritt des Stonic. Markant ist auch das Heck des Stonic, welches aufgrund der ausgestellten Schultern einen sehr bulligen Eindruck hinterlässt. Der Innenraum des kleinen Koreaners ist sehr frisch und modern gestaltet. Zwar ist Hartplastik das vorwiegende Material der Wahl, die Verarbeitung ist aber auf hohem Niveau, und schließlich sitzen wir hier in einem Kleinwagen. Überzeugen kann der Stonic in puncto Platz. Sowohl vorne als auch hinten lässt es sich gut aushalten, und bei 352 Litern Kofferraumvolumen findet auch das Gepäck seinen Platz.

Hinter der bulligen Front unseres Stonic haben die Koreaner einen 1-Liter-Benziner verbaut. Das Aggregat presst immerhin 120 PS aus seinen drei Töpfchen und stellt im Maximalfall ein Drehmoment von 172 Newtonmetern zur Verfügung. In Kombination mit der manuellen 6-Gang-Schaltung fährt sich der Stonic ausgezeichnet. Dass der hochbeinige Koreaner kein Sprinter (0–100 km/h in 10,5 Sekunden) ist, liegt auf der Hand, doch er lässt sich durchaus sportlich ums Eck bewegen. Das liegt nicht zuletzt an der direkten Lenkung und dem straff ausgelegten Fahrwerk. Dank ihm merkt man den höheren Schwerpunkt des Stonic überhaupt nicht.

Punkten kann der Koreaner auch bei den Assistenzsystemen. Von der Lenkradheizung über einen Kollisionswarner bis hin zum Spurhalteassistenten war alles mit an Bord. Zu haben ist Kias neuester Spross zu Preisen ab 15.590 Euro. Unser Testwagen brachte es dank diverser Extras auf 22.090 Euro.




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