Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 31.03.2018


Test

EcoSport frisch durchgelüftet

Ford hat seinem subkompakten SUV ein umfassendes Update spendiert. Neben einer frischen Optik darf man sich im Gelände-Zwerg über neueste Technik freuen.

© LetznerDas aktuelle Markengesicht steht dem überarbeiteten Ford EcoSport sehr gut.Foto: Letzner



Von Lukas Letzner

Inzing – Ursprünglich war der Ford EcoSport als preiswerter Grenzgänger gedacht, der vor allem in Schwellenländern erfolgreich sein sollte. Mittlerweile hat sich der hochbeinige Kleinwagen aber auch in Europa seinen Platz erkämpft. Zudem haben ihm die Amerikaner noch ein kräftiges Update spendiert, um ihn fit für dich nächste Runde zu machen. Wir haben dem kompakten Klettermax kürzlich auf den Zahn gefühlt.

Als wir unseren EcoSport in Empfang nehmen durften, fiel uns vor allem sein neues Gesicht auf. Die Front wurde mit leichten Adaptionen an die größeren Brüder – den Kuga und den Edge – angepasst. In unserem Fall wurde das Dach außerdem in einer Kontrastfarbe lackiert (damit folgt Ford einem starken Trend in diesem Segment), was für ein äußerst frisches Äußeres sorgt. Das Heckdesign wurde ebenfalls modifiziert, wenn auch etwas weniger markant. In Summe wirkt der EcoSport aber deutlich frecher und zugleich erwachsener als bisher. Wer außerdem zu der von uns getesteten ST-Line greift, der darf sich über schicke 17-Zöller und eine Extraportion Sportlichkeit im Innenraum freuen.

Apropos Innenraum: Natürlich wurde neben dem Blechkleid auch das Innere des EcoSsport überarbeitet. Zwar wurde dieser im Wesentlichen vom neuen Fiesta übernommen, was aber kein Nachteil sein soll. Im Gegenteil. Die Armaturen und Instrumente sind äußerst übersichtlich angeordnet und jeder Knopf ist genau dort, wo man ihn vermutet. Die wichtigsten Funktionen werden mittels zentral platziertem 8-Zoll-Touchscreen bedient und in Kombination mit dem bewährten Synch-System fällt die Navigation durch die Menüs kinderleicht. Die neuen Sitze sind angenehm straff und bieten ordentlichen Seitenhalt. Wer will, kann das Gestühl auch in Teilleder bestellen. Dank der Alu-Pedale kommt auch im Inneren die sportliche Note zur Geltung.

Trotz seiner kompakten Abmessungen – er ist 4,1 Meter lang und 1,77 Meter breit – bietet der Gelände-Zwerg ein sehr gutes Raumgefühl und ausreichend Platz im Fond. Das hat er vor allem seiner Höhe (mit 1,65 Metern doch recht beachtlich) zu verdanken. Im Standardtrimm schluckt das subkompakte SUV so 356 Liter. Bei Bedarf werden daraus immerhin 1238 Liter.

Hinter der schicken Front unseres Ford sorgte ein 1-Liter-Benziner für den notwendigen Vortrieb. Wer in Anbetracht des geringen Hubraums nur sehr überschaubare Leistungsdaten befürchtet, der irrt sich. In unserem Fall presste das Aggregat nämlich ordentliche 140 PS aus seinen drei Töpfchen und dank eines Drehmoments von 180 Nm legte sich der Turbozwerg schon vom Stand weg mächtig ins Zeug. Wenn man das rechte Pedal entsprechend kräftig ins das Bodenblech einmassiert, passiert die Tachonadel nach etwas mehr als zehn Sekunden Tempo 100, und mit einer Maximalgeschwindigkeit von 186 km/h sollte man auch ein Auskommen finden. Wir waren überrascht, wie agil der neue EcoSport ums Eck wieselt. Die äußerst direkte Lenkung, das angenehm straffe Fahrwerk und die knackige Sechsgang-Schaltung unterstreichen den sportlichen Eindruck zusätzlich.

Wer den EcoSport in seiner Garage abstellen will, sollte wissen, dass man mindestens 15.490 Euro auf dem Konto haben muss.

Die Technik

Motor: Dreizylinder Benziner

Hubraum: 998 ccm

Drehmoment: 180 Nm bei 4400 U/min

Leistung: 103 kW/140 PS

L/B/H: 4096/2057/1713 mm

Gewicht: 1348/1730 kg

Kofferraumvolumen: 356 – 1238 l

Tankinhalt: 52 l

Höchstgeschwindigkeit: 186 km/h

0 – 100 km/h: 10,2 Sekunden

Verbrauch: 6,3 l/100 Kilometer

Kraftübertragung: Vorderradantrieb

Preis: 20.140 Euro

CO2-Emission: 119 g/km




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