Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom Sa, 23.06.2018


Test

Nissan NV300 Kombi: Einfach mehr mitnehmen

„Kombi“ einmal anders: unterwegs im neuen Personentransporter von Nissan, dem NV300 Kombi.

© ZollerGute Aussicht von innen, solide Ansicht von außen: Nissans NV300 als „Kombi“.



Unterperfuss – Er ist der neue Stern an Nissans Nutzfahrzeughimmel. Der NV300 folgt dem Primastar nach und füllt seit seiner Markteinführung im November 2016 die Lücke zwischen NV200 und NV400.

Das Modell wird als Kastenwagen, Doppelkabine, Plattform-Fahrgestell und Kleinbus angeboten. Letztere Karosserievariante nennt Nissan „Kombi“ und in dieser stellte sich der NV300 dem TT-Alltagstest. Wir haben uns im Japan-Personentransporter auf den Weg gemacht:

In ansehnlichem „Panorama Blau“ und gefälligem Außendesign hat der NV300 ein unaufgeregt-solides Auftreten mit einem Hauch Jugendlichkeit im Vergleich zu seiner Konkurrenz.

Grundsolide und zufriedenstellend in der Ausführung auch die Kernkompetenz des Japaners: der Transportbereich. In unserem Fall ist das die zweite und dritte Sitzreihe des Personentransporters mit sechs Sitzplätzen (es gibt auch eine Variante mit neun). Die Rücklehnen sind einzeln umklappbar, das Einsteigen ist somit nicht den Gelenkigen vorbehalten. Außerdem können beide Sitzreihen ausgebaut werden, um so mehr Ladevolumen freizugeben.

Mehr Volumen ist wohl auch die Devise bei den Ablageflächen. Über dem übersichtlich angeordneten Armaturenbrett – mit dem Highlight eines 7-Zoll-Touchscreen-Monitors für Multimedia und Konnektivität – thront eine Ablagefläche, die ob ihrer Größe schon einmal das iPhone in ihren Untiefen verschwinden lässt. Aber das ist gewollt, der NV300 ist doch primär Arbeitstier und weniger Alltagsvehikel, mehr Platz ist daher von Vorteil.

Der 145-PS-TwinTurbo-Dieselmotor hat ausreichend Power, wer beherzt ins Gaspedal tritt, kann die Beschleunigung sogar ein wenig genießen. Sicher nicht Hauptziel dieser Klasse, aber doch charmanter Nebeneffekt.

Zurück zur Kernkompetenz: Der Japaner bietet freilich in jeder Variante genug Stauraum – auch für eine Ausfahrt zum schwedischen Möbelhaus Ihres Vertrauens. Einparken in überfüllten Kaufhausgaragen erfordert etwas Gefühl, dank Rückfahrkamera, Distanzsensoren und den für seine Klasse kompakten Außenmaßen gelingt jedoch auch das.

Ist aber eh nicht jedermanns Sache, so eine Shopping-Tour. Im Zweifelsfall gibt’s ja noch die Variante Doppelkabine. Aber die mit Meerblick – ist dann auch „Panorama Blau“, nur schöner. (gz)