Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom So, 01.07.2018


Test

Renault Trafic SpaceClass: Business-Lounge auf vier Rädern

Als SpaceClass wird der Renault Trafic zum High-End-Shuttle. Im Gepäck hat er eine üppige Sonderausstattung und bietet sehr viel Komfort und Platz.

© herstellerDer Renault Trafic SpaceClass setzt auf Komfort und den Verwöhnfaktor. Bei Bedarf wird aus ihm auch ein mobiles Konferenzzimmer.Foto: Hersteller



Von Lukas Letzner

Innsbruck – Viele Kleinbus-Fans sehen den VW-Multivan als das Maß aller Dinge, wenn es um Platz, Variabilität oder einfach nur Lifestyle geht. Doch in Wahrheit hat der berühmte Bully massenhaft Konkurrenz, die sich bei Gott nicht zu verstecken braucht. Eines dieser Multitalente kommt aus dem Hause Re­nault und hört auf den Namen Trafic. Letzten Herbst rollte der Renault Trafic in der besonders komfortablen SpaceClass-Variante nach Österreich. Mit Platz für bis zu neun Personen soll er vor allem als High-End-Shuttle für professionelle Zubringerdienste, aber auch für den Privatkunden interessant sein und dem VW-Multivan so richtig einheizen. Ob ihm das auch gelingt, haben wir kürzlich in einem Test überprüft.

Wie die meisten Vans tritt auch der Renault Trafic recht imposant in Erscheinung. Mit einer Länge von fünf Metern und einer Höhe von knapp zwei Metern ist er ja auch nicht wirklich klein gewachsen. Dennoch wirkt er dank des verchromten Kühlergrills, der in Wagenfarbe lackierten Stoßfänger und der in Glanz-Schwarz und ausstattungsabhängig glanzgedrehten 17-Zöller recht modern und elegant.

Mindestens genauso elegant ist auch der Innenraum gestaltet. Zwar ist Hartplastik das Material der Wahl, die Verarbeitung ist aber dennoch auch hohem Niveau. Die Sitze sind äußerst bequem und ganz klar auf lange Strecken ausgelegt. Das Lederlenkrad liegt äußerst angenehm in der Hand, und wie es sich für ein Raumwunder gehört, bietet der Renault Trafic für jedes erdenkliche Utensil die richtige Ablage.

Das übersichtlich gestaltete Armaturenbrett wird vom zentral sitzenden Touchscreen des Navigationssystems dominiert. Mit ihm lässt sich das Smartphone kinderleicht verbinden, Navigation und Multimedia-Inhalte sind natürlich auch vorhanden.

Zentrales Merkmal des SpaceClass sind die Sitzreihen zwei und drei. Hier sind die Sitze auf Schienen montiert, was unglaublich viele Möglichkeiten eröffnet. Mit einem speziellen Ausstattungspaket wird der Trafic außerdem zu einem mobilen Büro mit drehbaren Sitzen und einem klappbaren Tisch samt Staufächern. Klimaautomatik, LED-Leselampen, USB- und 12-Volt-Anschlüsse sind im Serienumfang enthalten. Seiten- und Heckscheiben sind getönt, optional gibt es eine Lederausstattung. Wer außerdem mit schwerem Gepäck reist, der kann auf bis zu 5000 Liter Stauraum zurückgreifen.

Angetrieben wurde unser Trafic von einem 1,6-Liter-Selbstzünder, der im Maximalfall 145 PS an die vorderen Räder schickt. Aus den vier Brennkammern presst das Aggregat ordentliche 340 Nm, was für ein flottes Vorankommen vollkommen ausreicht. Natürlich ist der Trafic kein Sprinter, dennoch schafft er es in unter 11 Sekunden auf Tempo 100. Dafür, dass so ein Transporter einen CW-Wert von einem Scheunentor hat, ist das kein schlechter Wert. Zu haben ist der SpaceStar übrigens ab 35.000 Euro.




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